Nach den Wahlen
US-Anwalt erwartet Eskalation im Steuerstreit
publiziert: Montag, 15. Okt 2012 / 11:22 Uhr
Gemäss Bill Sharp wäre auch Mitt Romney nicht nachsichtiger. (Symbolbild)
Gemäss Bill Sharp wäre auch Mitt Romney nicht nachsichtiger. (Symbolbild)

Bern - Der US-Steueranwalt Bill Sharp erwartet eine weitere Eskalation im Steuerstreit mit den USA. Der US-Senat werde nach den Wahlen das blockierte Steuerabkommen mit der Schweiz freigeben und damit den Weg für eine Welle von Auskunftsbegehren und mögliche Klagen ebnen.

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In einem Interview mit den Tageszeitungen «Der Bund» und «Tages-Anzeiger» erklärte Sharp weiter, dass die Schweiz von sich aus eine Modelllösung für die hängigen Klagen vorschlagen sollte. Vorbild wäre das im letzten Sommer zwischen der Liechtensteinischen Landesbank und den USA abgeschlossene Abkommen.

Es erlaubt Auskunftsbegehren, gestützt allein auf Verhaltensmuster der US-Bankkunden. Die Steuersünder sind gezwungen, entweder das Begehren zu akzeptieren und ihre Konten offenzulegen oder den Beschwerdeweg zu gehen und damit das Recht auf Teilamnestie in den USA zu verlieren.

Dieser Weg sei auch für die Schweiz gangbar, sagte Sharp. Die Banken könnten damit den US-Behörden zeigen, dass sie die Altlasten beiseite schaffen. Dies würde sie vor einer Strafverfolgung bewahren und zu einer milderen Busse führen.

Zu hoffen, dass ein Präsident Mitt Romney mehr Nachsicht mit der Schweiz haben könnte, wäre laut Sharp falsch. «Er sieht sich als gradlinig und vorbildlich. Er weiss mehr über Steuern als Obama», deshalb dürfte Romney keine Nachsicht haben mit jenen, die Regeln verletzen.

(bert/sda)

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