Susan Helms und James
US-Astronauten stellen mit Weltraumspaziergang neuen Rekord auf
publiziert: Sonntag, 11. Mrz 2001 / 18:49 Uhr

Washington - Mit einem fast neunstündigen Weltraumspaziergang haben die US-Astronauten Susan Helms und James Voss am Sonntag einen neuen Rekord aufgestellt. Am Vortag hatte die US-Raumfähre Discovery an die Internationale Raumstation (ISS) angedockt.

Die beiden Mitglieder der neuen Besatzung der ISS schwebten nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA acht Stunden und 56 Minuten im All, um die Installation des Lastenmoduls Leonardo an der ISS vorzubereiten. Sie brachen damit den bisherigen Rekord um 27 Minuten.

Während ihres ersten Weltraumspaziergangs 300 Kilometer über der Erde wechselten Helms und Voss unter anderem einige Kabel an der ISS aus. Mit den Händen oder mit Hilfe eines Greifarms bewegten sie sich an der Aussenwand der Raumstation entlang. Bei einer einzigen kleinen Panne verloren sie ein Werkzeug, das langsam ins All entschwebte.

Am US-Modul Destiny befestigten sie eine Vorrichtung, an die später ein in Kanada konstruierter mechanischer Greifarm angebracht werden soll. Ausserdem versetzten sie eine Antenne.

Neun Tonnen Ausrüstung

Bei einem zweiten Weltraumspaziergang in der Nacht zum Montag sollte Leonardo dann an der ISS angebracht werden. Mit seiner Hilfe sollen rund neun Tonnen Ausrüstung für wissenschaftliche Experimente von der Discovery in die ISS gebracht werden.

Wichtigstes Ziel des Discovery-Fligs war die Ablösung der Crew auf der ISS. Voss, Helms und und der russische Kosmonaut Juri Ussatschew lösten die beiden Russen Juri Gidsenko und Sergej Krikaljow und den US-Astronauten William Sheperd ab, die vier Monate lang an Bord der ISS lebten. Die neue Besatzung soll fünf Monate im All bleiben.

Die beiden Crews umarmten sich, und Usatschew, Kommandant der neuen Besatzung, schlug vor Freude ein paar Purzelbäume. Shepherd, ein Marine-Offizier, liess zur Begrüssung eine Schiffsglocke ertönen.

Verzögerung

Das Andocken der Discovery an die ISS hatte sich um gut eine Stunde verzögert, weil sich eines der beiden Riesensonnensegel nach dem Manöver nur mit Mühe richtig befestigen liess. Es gelang dann nach wiederholten Versuchen. Die Discovery wartete derweil gut 120 Meter von der Station entfernt auf das grüne Licht zum Andocken.

An Bord der Discovery sind drei weitere Besatzungsmitglieder, die wieder zur Erde zurückfliegen werden. Während ihrer zwölftägigen Mission soll untersucht werden, wie sich das Leben im All auf den menschlichen Körper auswirkt.

Rückkehr

Bei ihrer Rückkehr werden sie das in Italien gebaute, wieder verwertbare Transportmodul Leonardo zurück zur Erde bringen. Der Rückflug der Discovery zur Erde ist für den 20. März geplant. Für die Zukunft sind weitere Transportfahrten von Leonardo zur ISS geplant.

Die ISS soll im Jahr 2006 komplett eingerichtet sein. Bis dahin müssen allerdings noch knapp 40 russische und US-Raumschiffe losgeschickt werden. Die fertig montierte Raumstation soll 108 Meter lang und 74 Meter breit sein und über 450 Tonnen wiegen. Die Experimente im All sollen dann bis 2013 fortgesetzt werden.

(kil/sda)

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