US-Aussenministerin Rice verschiebt Reise in den Nahen Osten
publiziert: Dienstag, 8. Mai 2007 / 08:23 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Mai 2007 / 09:17 Uhr

Washington - US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat eine für kommende Woche geplante Reise nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete wegen der Regierungskrise in Jerusalem abgesagt. Israel reagierte «überrascht» auf den Entscheid.

US-Aussenministerin Condoleezza Rice wartet erstmal ab, wie sich in Israel die politische Situation entwickelt.
US-Aussenministerin Condoleezza Rice wartet erstmal ab, wie sich in Israel die politische Situation entwickelt.
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«Die politische Situation in Israel ist etwas schwieriger geworden», sagte Aussenministeriumssprecher Sean McCormack am Montag in Washington. Es werde geprüft, auf welchen späteren Zeitpunkt der Besuch verschoben werden könne.

Ein ranghohes Regierungsmitglied sagte dem israelischen Radio, dies könne so interpretiert werden, dass die Regierung von US-Präsident George W. Bush nicht an die Möglichkeit von Fortschritten im Nahost-Friedensprozess unter den gegenwärtigen Bedingungen glaube. Er nannte die Absage des Besuchs einen «nie dagewesenen» Vorgang.

Nach Moskau

Rice will am kommenden Montag von Washington aus zu Gesprächen nach Moskau reisen, die am Dienstag stattfinden sollen. Im Anschluss hätte die Reise nach Israel und die Autonomiegebiete stattfinden sollen.

Ein ranghoher Ministeriumsmitarbeiter sagte, Rice könnte sich möglicherweise stattdessen in Ägypten zu einem Treffen des sogenannten Nahost-Quartetts einfinden.

Olmert unter Druck

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert steht nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts zum Libanon-Krieg in der vergangenen Woche stark unter Druck.

Ein unabhängiger Untersuchungsausschuss hatte Olmert, Verteidigungsminister Amir Perez sowie der damaligen Militärspitze vorgeworfen, während des Krieges schwere Fehler gemacht zu haben. Olmert wies bislang sämtliche Rücktrittsforderungen zurück.

(fest/sda)

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