US-Behörden: Auflösung von Madoffs Unternehmen
publiziert: Dienstag, 16. Dez 2008 / 06:58 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 16. Dez 2008 / 18:05 Uhr

New York - Nach dem Mega-Betrug des ehemaligen US-Börsenchefs Bernard Madoff haben die US-Behörden die Auflösung seines Unternehmens angeordnet. Das teilte die Anlegerschutzorganisation SIPC am Montag (Ortszeit) mit.

Ex-Chef der US-Technologiebörse Nasdaq, soll Investoren um 50 Milliarden Dollar gebracht haben.
Ex-Chef der US-Technologiebörse Nasdaq, soll Investoren um 50 Milliarden Dollar gebracht haben.
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Ein Amtsgericht in New York habe der Liquidation des Unternehmens zugestimmt und einen Treuhänder mit dem Vorgang beauftragt. Beim Fall Madoff handelt es sich um einen der grössten Betrugsfälle aller Zeiten.

Madoff, Ex-Chef der US-Technologiebörse Nasdaq, war Ende vergangener Woche festgenommen worden. Er soll Investoren nach seiner Zeit als Börsenchef mit einem riesigen Schneeball-System um rund 50 Mrd. Dollar gebracht haben.

20 Jahre Gefängnis

Madoff soll das System als Chef seiner Vermögensberatung betrieben haben. Dem 70-Jährigen drohen 20 Jahre Gefängnis und eine Geldbusse von fünf Mio. Dollar.

Mehr als ein Dutzend europäischer Institute räumte am Montag ein, dass ihnen insgesamt Verluste von mehr als sechs Mrd. Euro drohen, weil sie direkt oder indirekt in das ausgeklügelte Betrugssystem von Madoff investiert haben. Die Schweizer Finanzinstitute scheinen vergleichsweise glimpflich davongekommen zu sein.

Auch Swiss Life investierte

Der Versicherungskonzern Swiss Life teilte am Abend mit, dass er rund 90 Mio. Fr. in das Madoff-Vehikel investierte. Dies geschah über Beteiligungen an Hedge Funds. Direkte Engagements in den Anlagevehikeln des mutmasslichen Milliardenbetrüger habe Swiss Life aber nicht. Die 90 Mio. Fr. entsprächen weniger als 0,1 Prozent des Vermögens, welches die Swiss Life verwalte.

Der Betrug funktionierte laut Polizei nach dem «Ponzi-Modell». Mit dem Namen, der auf den 20er-Jahre-Betrüger Charles Ponzi anspielt, wird in den USA eine Gaunerei nach einem bestimmten Schneeball-Prinzip bezeichnet: Dabei werden einem Investor sehr hohe Renditen versprochen.

Diese Renditen werden aber wiederum aus dem Geld bezahlt, das danach angeworbene Investoren einzahlen. Fehlt am Ende der Pyramide neues Geld, bricht das System zusammen.

(sl/sda)

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Rezept stimmt
Als Sohn eines Brookers hat Warren eben schon früh gelernt, wie richtig investiert wird. Nicht wie diese neuen «Emporkömmlinge», die von heute auf morgen das grosse Geld machen möchten. ☺
Gierige Gutgläubigkeit
Ehemaliger US-Börsenchef verspricht hohe Gewinne und alle versuchen sich davon was zu holen. Wahrscheinlich dachten viele, Madoff versilbere Wissen, dass er als NASDAQ Chef gesammelt hat.

Madoff handelte nach dem Charles Ponzi - Prinzip.
Ich bin ja eher für das Warren Buffet Rezept.
Ermittle den inneren Wert und investiere, wenn die Aktien tiefer als dieser gehandelt werden.
Drum prüfe wer sich langfristig bindet.
Genugtuung??
also ob das genugtuung ist ist ja wirklich fragwürdig. es fehlen 50 mrd. und der herr soll mit seinen 70 jahren für 20 jahre ins gefängnis?? der hatte sein leben in saus und braus. und das er die kleine busse 5 mio berappen soll wird wohl keine grosse genugtuung sein für geprällte anleger. aber wenns die amis machen ist das schon ok....wenns in europa passiert kommen gleich massenweise klagen aus amerika. wieso verklagt niemand mal amerika??!
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