US-Behörden müssen Beweise liefern
publiziert: Donnerstag, 19. Mai 2005 / 15:49 Uhr

Bern - Die Anforderungen an Auslieferungsgesuche aus den USA sind höher als diejenigen aus Russland: Amerikanische Behörden müssen ihre Beweise für Anschuldigungen darlegen. Für russische Behörden reicht der Sachverhalt der Fakten.

Das russische Auslieferungsgesuch für Jewgeni Adamow kam schon drei Tage nach der Verhaftung.
Das russische Auslieferungsgesuch für Jewgeni Adamow kam schon drei Tage nach der Verhaftung.
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Die unterschiedlichen Anforderungen gehen auf entsprechende Verträge zurück. Mit den USA hat die Schweiz einen bilateralen Auslieferungsvertrag. Für russische Ersuchen gilt die Europäische Konvention für Auslieferungen, wie Folco Galli, Sprecher des Bundesamts für Justiz (BJ) erklärte.

Der Vertrag mit den USA, seit 1997 in Kraft, sei vom angelsächsischen Recht beeinflusst. Zuvor seien die Anforderungen aber noch strikter gewesen. Als Anhang zum eigentlichen Ersuchen musste ein Dossier mit den Beweisdokumenten erstellt werden, wie Galli sagte.

Das russische Ersuchen um die Auslieferung von Jewgeni Adamow kam bereits drei Tage nachdem ein Haftbefehl ausgestellt worden war. Das formelle Auslieferungsgesuch der USA ist bis Donnerstag noch nicht bei den Schweizer Behörden eingetroffen. Die amerikanischen Behörden können sich jedoch bis 30. Juni Zeit lassen.

(fest/sda)

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