US-Behörden nehmen nach Messerfund Verdächtigen fest
publiziert: Samstag, 18. Okt 2003 / 13:00 Uhr

Washington - Nach dem Fund von Teppichmessern in zwei US-Flugzeugen haben Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittler soll es sich um einen 20 Jahre alten Studenten aus dem US-Bundesstaat North Carolina handeln.

Verstärkte Sicherheitsmassnahmen auf US-Flughäfen verhindern Schlimmeres.
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Das US-Justizministerium teilte (Ortszeit) mit, die US-Bundespolizei FBI und das Ministerium für Innere Sicherheit hätten einen mutmasslichen Täter gefasst, der die Messer und weitere verdächtige Gegenstände in den Flugzeugen versteckt haben soll. Er stelle nach vorläufigen Erkenntnissen anscheinend kein weiteres Problem für die Luftsicherheit dar.

Das Ministerium für Innere Sicherheit teilte mit, die Behörden seien schon vor Monaten auf den jungen Mann aufmerksam geworden und hätten ihn bei einer Datenbanksuche innerhalb eines Tages mit den Messerfunden in Verbindung gebracht.

Es gebe derzeit keinen Hinweis darauf, dass der Vorfall etwas mit Terrorismus zu tun habe, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Nach Angaben des Justizministeriums sollten die Ermittlungen vom Anti-Terror-Stab des FBI geleitet und am Montag in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland fortgesetzt werden.

Am Donnerstagabend waren in zwei Flugzeugen von Southwest in New Orleans und Houston die verdächtigen Gegenstände entdeckt worden. In einem beiliegenden Schreiben hiess es, die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen sollten damit auf die Probe gestellt werden.

Nach den Angaben hatte der Verdächtige in Briefen an die US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA seit Monaten angekündigt, Lücken in den Sicherheitskontrollen aufdecken zu wollen. Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 hatten die Flugzeugentführer vier Maschinen unter anderem mit Hilfe von Teppichmessern in ihre Gewalt gebracht.

(rr/sda)

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