US-Fernsehprediger sieht Strafe Gottes
publiziert: Freitag, 6. Jan 2006 / 21:50 Uhr

Washington - Der umstrittene US-Fernsehprediger Pat Robertson sieht in der schweren Erkrankung des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon eine Strafe Gottes.

Der US-Fernsehprediger Pat Robertson.
Der US-Fernsehprediger Pat Robertson.
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Der Politiker hätten den Gazastreifen nicht an die Palästinenser übergeben dürfen, sagte Robertson. «Der Prophet Joel macht es sehr klar, dass Gott eine Feindschaft gegenüber jenen hegt, die »mein Land teilen«», erklärte der erzkonservative Prediger am Donnerstag in seiner Fernsehshow.

Er nannte Scharon, der am Mittwoch einen schweren Schlaganfall erlitten hatte, eine «sehr liebenswerte Person» und äusserte Betrübnis über den Zustand des Regierungschefs.

Israel empört

EmpörungRobertson fuhr dann fort: «Gott sagt jedem Ministerpräsidenten von Israel, der entscheidet, das Land zu zerteilen und wegzugeben, nein, dies ist meines...Gott sagt: Dieses Land gehört mir. Du lässt besser die Finger davon.»

Der israelische Botschafter in den USA, Danny Ajalon, nannte Robertsons Auftritt »äusserst empörend«. »Ich würde so etwas von Leuten wie Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Iran erwarten, ich würde es nicht von einem unserer Freunde erwarten«, sagte Ajalon dem US-Fernsehsender CNN.

Masslose Ausfälle

Auch das Weisse Haus kritisierte Robertsons Äusserungen. Solche Bemerkungen seien völlig unpassend und befremdlich und hätten keinerlei Platz in irgendeiner Diskussion, sagte der stellvertretende Sprecher des Weissen Hauses, Trent Duffy, in Washington.

Robertson ist für seine masslosen verbalen Ausfälle bekannt. Im August hatte er gesagt, die USA sollten den venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez ermorden. Später entschuldigte er sich dafür.

(ht/sda)

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