US-Finanzmarktreform auf gutem Weg
publiziert: Donnerstag, 20. Mai 2010 / 23:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Mai 2010 / 23:35 Uhr

Washington - Die Finanzreform von US-Präsident Barack Obama ist ein deutliches Stück nähergerückt. Mit 60 zu 40 Stimmen gab der Senat grünes Licht für den Schluss der Debatte über das Reformwerk - ein Hinweis darauf, dass die Vorlage bei der Schlussabstimmung die nötige Mehrheit finden wird.

Die Finanzindustrie hatte ein Grossaufgebot an Lobbyisten aktiviert, um die Reform zu verhindern.
Die Finanzindustrie hatte ein Grossaufgebot an Lobbyisten aktiviert, um die Reform zu verhindern.
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Danach muss der Entwurf aber noch mit einer abweichenden vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Vorlage in Einklang gebracht werden.

Für die Beendigung der Debatte waren nach Senatsregeln 60 Stimmen nötig, auf die die Demokraten bei einer Abstimmung am Donnerstag nicht gekommen waren.

Beim abschliessenden Votum über die Vorlage selbst benötigen die Demokraten nur noch eine einfache Mehrheit.

Umfassendste Neuordnung

Der Entwurf sieht die umfassendste Neuordnung des US-Finanzsektors seit der Grossen Depression der Dreissiger Jahre vor.

Der Reformplan zielt auf eine stärkere Regulierung der Banken, einen besseren Konsumentenschutz sowie eine stärkere Aufsichtsfunktion der US-Notenbank.

Geschäfte der Banken mit hochriskanten Derivaten sollen beschränkt und transparenter gemacht. Zudem soll die Aufsicht über die bislang weitgehend unregulierten Hedgefonds gestärkt werden.

Weiter sollen Konsumenten vor windigen Angeboten der Institute geschützt werden. Aktionäre sollen bei der Bezahlung von Bankenbossen und bei der Höhe der Boni ein Wort mitzureden haben.

Niederlage für Lobbyisten

Dem Votum waren über Wochen hinweg zahlreiche Abstimmungen über Änderungsanträge vorausgegangen. Die Finanzindustrie hatte ein Grossaufgebot an Lobbyisten aktiviert, um die Reform zu verhindern, von der sie Beschränkungen ihrer Gewinnmöglichkeiten fürchtet.

Die Reform gehört zu den Kernanliegen Obamas. Dieser hatte unlängst mit einer Rede in New York - dem Herzen der Finanzwelt - Druck gemacht und den Wall-Street-Bankern ins Gewissen geredet.

Dabei rief die Lobbyisten auf, seine Finanzreform nicht zu Fall zu bringen. Der US-Präsident warnte vor einer Wiederholung der Finanzkrise, die die Welt an den Rand des Abgrundes gebracht habe.

(bert/sda)

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