US-Firma verkauft Silikon-Hoden für kastrierte Hunde
publiziert: Montag, 19. Jan 2004 / 08:50 Uhr

Washington - Als Bluthund Buck kastriert wurde, hat vor allem einer gelitten: Herrchen Gregg Miller. Das schlechte Gewissen liess ihm keine Ruhe mehr: Seit acht Jahren stellt nun seine eigene Firma Hoden-Implantate für Hunde her.

Hunde sind nicht eitel.
Hunde sind nicht eitel.
Die Implantate gibts in zwei Versionen: aus festem Polypropylen oder aus weicherem Silikon. 100 000 Exemplare hat Miller weltweit inzwischen verkauft.

"Das ist eine Sache für Männer", meint Miller. "Wenn ich meine Dinger verlieren würde, würde ich auch Implantate wollen." Andere Hundebesitzer finden, ihr Schützling sehe nach der Kastration nicht mehr natürlich aus.

Hunde sind nicht eitel

Die Hunde selbst stört der grosse Verlust "weder physisch noch psychisch", erklärt dazu Tierarzt Michael Parks aus Charlotte Hall im US-Staat Maryland. "Hunde sind nicht eitel, sie kümmern sich nicht drum, wie sie aussehen, schon gar nicht zwischen den Beinen."

Die Implantate seien ganz klar für die Hundebesitzer: "Es gibt eine Menge Leute, die Probleme mit Kastrationen haben, aus nahe liegenden Gründen vor allem Männer. Sie sagen: Das kann ich meinem Hund einfach nicht antun." Wenn es denn einen Menschen glücklich mache, sei es doch ein gutes Produkt, sagt der Tierarzt. Hundehodenimplantate kosten umgerechnet zwischen 80 und 160 Franken. Dazu kommen noch die Kosten für die Operation. Millers Firma Canine Testicle Corp. verkauft die Ersatzteile insgesamt in 36 Ländern. Abnehmer sind vor allem Hundebesitzer in den USA, aber auch in Grossbritannien, China, Australien oder Spanien.

Auch Kater, Hengste oder Stiere

Inzwischen hat Miller auch Anfragen nach Hodenimplantaten für Kater, Hengste oder - vor allem in Spanien - Stiere. Ein Mann in Colorado habe nach Implantaten für seine zwei Wasserbüffel gefragt, die Universität von Louisiana nach 25 Plastikhoden für Ratten.

Mittlerweile stellt die Firma auch Implantate für Hengste und Stiere her - "aber 90 Prozent unseres Geschäfts machen die Hunde aus".

Miller könnte also rundherum zufrieden sein - doch eines findet auch er einfach ekelhaft: Einige Hundebesitzer lassen ihren kastrierten Schützlingen nämlich viel zu grosse Implantate einsetzen. "Wir versuchen deshalb nachzuprüfen, ob das Tier auch die richtige Grösse hat, bevor wir die Implantate verschicken."

(Jerôme Bernard/afp)

 
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