Obama-Leibwächter in Sex-Skandal verwickelt
US-Geheimdienst mit Prostituierten erwischt
publiziert: Sonntag, 15. Apr 2012 / 08:47 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Apr 2012 / 07:05 Uhr
Mitarbeitern des US-Geheimdienstes ist die Kontaktaufnahme zu Prostituierten streng untersagt. (Symbolbild)
Mitarbeitern des US-Geheimdienstes ist die Kontaktaufnahme zu Prostituierten streng untersagt. (Symbolbild)

Washington - Die Teilnahme von US-Präsident Barack Obama am Amerika-Gipfel in Kolumbien ist durch einen Sexskandal einiger seiner Leibwächter überschattet worden. Elf Leibwächter wurden wegen mutmasslicher Kontakte zu Prostituierten am Gipfelort suspendiert.

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Die Bodyguards wurden zurück in die USA geschickt, wie der Vizechef des Secret Service, Paul Morrissey, am Samstag sagte. Am Gipfelort wurden sie durch andere Beamte ersetzt. Auch fünf Angehörige der US-Armee wurden abkommandiert.

Die «Natur des Fehlverhaltens in Verbindung mit einer Null-Toleranz-Politik bei persönlichem Fehlverhalten», habe zu der Entscheidung geführt, die Mitarbeiter von ihren Aufgaben zu entbinden, sagte Morrissey.

Der Vorgang werde untersucht. Obamas Sprecher Jay Carney sagte, der Präsident habe dennoch weiterhin volles Vertrauen in den Secret Service, der vor allem für seine Sicherheit verantwortlich ist.

Auch der Kommandant des für Mittel- und Südamerika zuständigen Southern Command der US-Armee, General Douglas Fraser, musste kurz darauf einräumen, dass auch fünf Mitarbeiter seines Stabes in den Fall verstrickt seien.

Er sei «enttäuscht über den ganzen Vorfall», wurde Fraser zitiert. Die Soldaten, die wegen des Verdachts auf «schweres Fehlverhalten» abkommandiert wurden, drohen nun Disziplinarverfahren.

Nicht das erste Fehlverhalten

Der Skandal sei ins Rollen gekommen, als einer der Personenschützer eine Prostituierte nicht habe bezahlen wollen, berichtete der Fernsehsender CNN unter Berufung auf einen früheren Reporter der «Washington Post» und Geheimdienst-Experten, der ein Buch über den Secret Service veröffentlicht hat. Die Prostituierte sei zur Polizei gegangen.

Die «Washington Post» verwies darauf, dass es zuletzt mehrfach Vorfälle mit Obamas Sicherheitsbeamten gab: So sei ein Agent nach einem Vorfall vor dem APEC-Gipfel im November auf Hawaii wegen Totschlags angeklagt worden.

Ein weiterer Beamter sei bei einem Einsatz zur Vorbereitung eines Besuchs von Obama im US-Bundesstaat Iowa im August der Trunkenheit am Steuer beschuldigt worden.

(asu/sda)

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