US-Hausbesitzer klagen in Libor-Affäre
publiziert: Montag, 15. Okt 2012 / 10:29 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Okt 2012 / 11:43 Uhr
Bislang hat lediglich das britische Geldhaus Barclays ein Fehlverhalten von Händlern eingeräumt. (Archivbild)
Bislang hat lediglich das britische Geldhaus Barclays ein Fehlverhalten von Händlern eingeräumt. (Archivbild)

London - Im Skandal um Manipulationen des Interbankenzinses Libor haben US-Hausbesitzer erstmals eine Sammelklage gegen 12 der weltgrössten Banken eingereicht. Die Kläger argumentierten, durch Unregelmässigkeiten bei der Zinsfestlegung seien ihre Immobilienkredite über Gebühr verteuert worden.

Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
10 Meldungen im Zusammenhang
Dies schrieb die «Financial Times» am Montag. Händler bei Barclays, Bank of America und UBS in Europa und Nordamerika hätten den Libor insbesondere an Tagen künstlich in die Höhe getrieben, an denen die Hypothekenzinsen neu festgelegt worden seien. Die Kläger hätten so von 2000 bis 2009 Tausende von Dollar verloren.

Rechtsanwalt John Sharbrough sagte der Zeitung, bis zu 100'000 Immobilienbesitzer könnten gegen die Banken klagen. Zur Höhe des von seinen Mandanten geltend gemachten Schadens äusserte er sich nicht.

Die bisher eingereichten Klagen wegen der Manipulationen der Libor-Sätze seien von Investoren und Körperschaften gekommen, aber noch nicht von Hausbesitzern, schreibt die «FT». Die Banken hätten den Eingang der Klage bestätigt, aber nicht kommentieren wollen

Manipulationsverdacht

Weltweit stehen mehr als ein Dutzend Grossbanken unter Verdacht, den Libor in den vergangenen Jahren manipuliert zu haben, darunter auch die Deutsche Bank und die Credit Suisse. Der Zins wird einmal täglich in London ermittelt und beruht auf den Angaben der Institute zu ihren Refinanzierungskosten.

Bislang hat lediglich das britische Geldhaus Barclays ein Fehlverhalten von Händlern eingeräumt. Das Top-Management musste daraufhin gehen, zudem wurde der Bank eine Strafe von fast einer halben Milliarde Dollar aufgebrummt. Mit den falschen Angaben haben Händler Gewinne eingestrichen und die wahren Refinanzierungskosten verschleiert.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Der Skandal um manipulierte Zinssätze hat ein Nachspiel. Nachdem die EU-Kommission schon mehrere Banken bestraft hat, ... mehr lesen
Die obersten EU-Wettbewerbshüter informierten die französische Crédit Agricole, die US-Bank JP Morgan und die britische HSBC (Bild) über die neuen Vorwürfe.
New York - Einige US-Grossbanken haben noch immer mit milliardenschweren Altlasten aus der Finanzkrise zu kämpfen. Das einst ... mehr lesen
Bank of America. (Symbolbild)
Bern - Der Leiter der Bankenabteilung bei der Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma), Mark Branson, tritt im Libor-Verfahren ... mehr lesen
Mark Branson, Leiter der Bankenabteilung bei der FINMA.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die UBS wird mehr als 450 Millionen Dollar Bussgeld hinblättern.
Zürich/New York - Die UBS steht im Zusammenhang mit dem Libor-Skandal offenbar kurz vor einer Einigung mit den ... mehr lesen
Washington/New York - Die britische Bank Barclays soll nach den Vorstellungen der US-Energiemarktaufsicht FERC mit einer Rekordstrafe für die angebliche Manipulation des Strommarktes in Kalifornien büssen. Die Regulierungsbehörde FERC fordert 470 Mio. Dollar von Barclays. mehr lesen 
New York - Die amerikanische Staatsanwaltschaft hat in der Libor-Affäre einem Medienbericht zufolge einen Deal ... mehr lesen
Ehemalige UBS-Mitarbeiter sollen von einer Strafverfolgung verschont bleiben, falls diese den Behörden helfen.
London - Geldwäscherei, Falschberatung von Kunden und Zins-Tricksereien: Die Vorwürfe gegen die britische Grossbank HSBC nehmen kein Ende. HSBC-Chef Stuart Gulliver räumte am Montag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen ein, dass es in Europas grösster Bank an allen Ecken brennt. mehr lesen 
Washington - Das US-Justizministerium bereitet in der Affäre um Zinsmanipulationen einem Zeitungsbericht zufolge Strafverfahren gegen mehrere Banken und einige ihrer Angestellten vor. Im Verlauf des Jahres solle zumindest gegen eine Institution Klage eingereicht werden, berichtete die «New York Times» am Wochendende unter Berufung auf Regierungskreise. mehr lesen 
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Das Baby konnte aus dem Schacht gerettet werden. (Symbolbild)
Das Baby konnte aus dem Schacht ...
Mutter in Australien angeklagt  Sydney - Ein Baby hat in Australien fünf Tage in einem Abflussschacht überlebt. Die Mutter wurde am Montag wegen versuchten Mordes angeklagt. Die 30-Jährige hatte das Baby nach den Ermittlungen einen Tag nach der Geburt vergangenen Dienstag in Sydney in den Schacht geworfen. 
Rassismus  Wil SG - Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat den ...  
Schmitt muss wegen Facebook-Äusserung eine Geldstrafe bezahlen.
«Was in letzter Zeit abgeht zwischen gewissen Parteipräsidenten, ist daneben», sagte FDP-Präsident Philipp Müller in der «Schweiz am Sonntag».
Rassismusvorwürfe gegen SVP stossen auf breite Kritik Bern - Die Präsidentin der Eidg. Kommission gegen Rassismus, Martine Brunschwig-Graf, verurteilt Rassismusvorwürfe ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1521
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Neoliberalismus keine Ideologie? Patrik Etschmayer war bei diesem Satz wohl einen Moment etwas ... Mi, 19.11.14 13:18
Christian Schaffner ist Executive Director vom Energy Science Center (ESC) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Chancen und Risiken im Energiesektor Mit der Energiestrategie 2050 will der Bund das ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 12°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 5°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 7°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 8°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 8°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten