Gaddafi-Regime verschleppt Journalisten
US-Kampfjet über Libyen abgestürzt
publiziert: Dienstag, 22. Mrz 2011 / 12:30 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Apr 2011 / 15:33 Uhr
Ein F-15E «Strike Eagle».
Ein F-15E «Strike Eagle».

Peking - Sie könnten zum Faustpfand des libyschen Machthabers werden: Mehrere westliche Journalisten befinden sich nach Augenzeugenberichten in der Hand von Anhängern von Muammar al-Gaddafi. Derweil wird die internationale Kritik an den Kämpfen immer lauter.

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Unter den vermissten Medienschaffenden befindet sich auch der deutsch-kolumbianische AFP-Fotograf Roberto Schmidt. Dieser sei gemeinsam mit dem Briten Dave Clark und dem Amerikaner Joe Raedle unter Androhung von Waffengewalt festgenommen worden, sagte der Fahrer der drei Journalisten später nach Berichten französischer Medien am Dienstag.

Ein Franzose, der als freier Fotograf für die Agentur Polaris arbeitete, gilt ebenfalls als vermisst. Nach Angaben der Organisation sind ausserdem vier Journalisten des arabischen Senders Al-Dschasira in der Hand von Gaddafis Truppen. Sechs libysche Journalisten gelten ebenfalls als vermisst.

US-Kampfjet über Libyen abgestürzt

Drei Tage nach Beginn des internationalen Militäreinsatzes stürzte derweil im libyschen Rebellengebiet ein amerikanischer Kampfjet ab. Ursache sei offenbar ein technischer Defekt gewesen, berichtet der «Daily Telegraph» auf seiner Website unter Berufung auf einen Korrespondenten vor Ort.

Die Crew habe überlebt und sei in den Händen von libyschen Rebellen. Die US-Luftwaffe bestätigt den Absturz. Man gehe zunächst nicht davon aus, dass die Maschine vom Typ F-15 E von feindlichem Beschuss getroffen worden sei, sagte ein Sprecher des US-Afrikakommandos (Africom) am Dienstag in Stuttgart.

Kritik aus Südafrika und China

Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma kritisierte unterdessen die Luftangriffe des Westens in Libyen. «Als Südafrikaner sagen wir nein zum Töten von Zivilisten, Nein zur Doktrin des Regimewechsels und Nein zu einer ausländischen Besetzung Libyens», betonte Zuma nach Presseberichten vom Dienstag.

Auch China forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe in Libyen. Die Volksrepublik lehne die Anwendung von Gewalt ab, die zu zivilen Opfern und einer humanitären Krise in Libyen führen könnte, sagte die Sprecherin des Aussenministeriums in Peking, Jiang Yu, am Dienstag.

«Wir rufen zu einer sofortigen Waffenruhe auf.» Die Ministeriumssprecherin führte nicht weiter aus, ob sich die Forderung auf den internationalen Einsatz bezieht, auf die Kämpfe zwischen den Truppen von Gaddafi und den Aufständischen oder auf beides.

(dyn/sda)

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