US-Militäreinsatz in Liberia immer wahrscheinlicher
publiziert: Dienstag, 15. Jul 2003 / 07:30 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush hat die Möglichkeit eines eingeschränkten US-Militäreinsatzes im westafrikanischen Bürgerkriegsland Liberia angedeutet. Der Einsatz wäre aber laut Bush zeitlich und grössenmässig begrenzt.

Der nigerianische Präsident Obasanjo verabschiedet sich von US-Präsident Bush nach seinem Besuch in Nigeria.
Der nigerianische Präsident Obasanjo verabschiedet sich von US-Präsident Bush nach seinem Besuch in Nigeria.
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Es könnten Truppen erforderlich sein, um der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) bei der Durchsetzung eines Waffenstillstandes in Liberia zu helfen, sagte Bush bei einem Treffen mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan in Washington.

Voraussetzung eines US-Einsatzes sei zudem, dass der liberianische Präsident Charles Taylor zuvor zurücktrete, bekräftigte Bush.

US-Truppen lösen UNO-Truppen ab

Annan sagte, er habe sich mit Bush über einen Einsatz der US-Armee in Liberia geeinigt. Die US-Truppen würden nach ihrer Mission von einer UNO-Friedenstruppe abgelöst.

Der liberianische Verteidigungsminister Daniel Chea beschuldigte die Rebellen, in Verletzung eines im Juni geschlossenen Waffenstillstandsabkommens neue Angriffe gestartet zu haben. Die Rebellen hätten erneut Regierungseinrichtungen in drei verschiedenen Städten angegriffen, sagte Chea.

Dabei seien 15 Menschen getötet worden. Die ECOWAS müsse ihren Einfluss geltend machen, damit die Rebellengruppen LURD und Model ihre Angriffe einstellten.

ECOWAS-Generalsekretär Mohammed Ibn Chambas kündigte an, die Vorwürfe vor Ort untersuchen zu wollen.

(bsk/sda)

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