US-Milliardäre wollen Hälfte ihres Vermögens spenden
publiziert: Mittwoch, 4. Aug 2010 / 21:09 Uhr
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Medienmogul Ted Turner. (Archivbild)
Medienmogul Ted Turner. (Archivbild)

New York - Über 40 US-Milliardäre haben sich bislang bereit erklärt, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Sie schlossen sich einer Kampagne an, die Microsoft-Gründer Bill Gates und Investor Warren Buffett im Juni ins Leben gerufen hatten.

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Allerdings handle es sich dabei um eine «moralische Verpflichtung» und nicht um eine rechtlich bindende Zusage, teilte die Gruppe «The Giving Pledge», in der sich die Milliardäre zusammengefunden haben, am Mittwoch mit.

Zu den willigen Spendern zählen der Medienmogul Ted Turner, New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg, Oracle-Mitbegründer Larry Ellison, David Rockefeller und Investor Ronald Perelman.

Gates und Buffett wollen hunderte Superreiche überzeugen, einen Grossteil ihres Vermögens zu Lebzeiten oder nach ihrem Tod zu spenden und dies öffentlich in einer Absichtserklärung zu geloben. Laut dem US-Magazin «Forbes» leben in den USA mehr als 400 Milliardäre, so viel, wie in keinem anderen Land.

Gates und Buffet belegen in der «Forbes»-Liste die Plätze zwei und drei der reichsten Leute der Welt. Gates unterhält zusammen mit seiner Frau Melinda eine Stiftung, die zu den grössten karitativen Einrichtungen der Welt zählt. Bislang überliessen die beiden mehr als 28 Milliarden Dollar der Stiftung. Buffet hat angekündigt, er wolle nach seinem Tod 99 Prozent seines Vermögens für wohltätige Zwecke hinterlassen.

(bert/sda)

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Emanzipierung des neo-liberalen Kapitalismus
Ist gleichbedeutend mit vernünftigen Regulierungen und staatlichen Kontrollmechanismen, welche heute kaum noch existent sind.
Versagen der USA
In den USA stehen viele dieser Schenkungen als Beweis für das Versagen des Staates. Hier sind es Schenkungen statt Steuern. Ein Grossteil dieser verschenkten Summen würden eigentlich dem Staat gehören und werden ihm daher für Sozialpolitik entzogen.

In Europe sind solche Schenkungen zusätzlich zu den Steuern ein freiwilliger Beitrag.

Das ist ein sehr grosser Unterschied und nicht vergleichbar. Eine gerechte Sozialpolitik und ein vernünftiges Steuersystem tragen wesentlich mehr zu einer Verteilung des Wohlstandes bei als Schenkungen der Reichen, deren Vermögen erst durch die Ungerechtigkeit in den Staaten so anwachsen konnten.
Milliardäre und Millionäre !
Dass Milliardäre bereit sind, die Hälte ihres Vermögens in unabhängige Stiftungen für Hilfe bei der Entwicklung des Wohlstandes, der Bekämpfung der Armut sowie Förderung von Bildung und Gesundheit zu investieren, entspricht der Notwendigkeit zum „Teilen“ (siehe Forderung v. 15. Jan 2009). Ohne es kann die Welt bei der erforderlichen „ Emanzipierung“ des neo-liberalen Kapitalismus nicht weiterkommen. Obiges Verhalten weist hin auf einen nicht zu verniedlichenden Wandel im Denken und Handeln.
Bei uns hat vor 2 Jahren der Industrielle, Dr. Adolf Merkle aus Düdingen FR, welcher in bauwirtschaftlichen, industriellen sowie gesellschaftlichen Bereichen vorgängig beachtenswerte Leistungen erbracht hatte, z. h. einer Stiftung für Nano-Forschung an der Universität Freiburg, einen Betrag von über 110 Millionen CHF zur Verfügung gestellt. Für unsere Verhältnisse in Art und Umfang aussergewöhnlich. Zur Nachahmung empfohlen !
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