US-Open: Ivo Heuberger hält Druck stand - auch Patty Schnyder weiter
publiziert: Mittwoch, 28. Aug 2002 / 10:20 Uhr

Tennis - Die Schweizer Bilanz in der Startphase des US Opens fällt positiv aus. Mit den Siegen von Patty Schnyder und Ivo Heuberger in der Nacht auf Mittwoch erhöhte sich die Anzahl der Schweizer Tenniscracks in der zweiten Runde auf fünf.

Lange hatte es spätabends vor sehr intimem Rahmen auf Platz 18 so ausgesehen, als könnte Ivo Heuberger (ATP 128) nicht von der guten Auslosung profitieren. Im Qualifikanten-Duell gegen den Franzosen Slimane Saoudi (ATP 250) verspielte er einen Vorsprung von 2:1 Sätzen und Break, und sah sich im Entscheidungssatz bei 1:3 zwei Bällen zum Doppelbreak gegenüber, die er mit brillanten Volleys abwehrte. «Dieses Game war sicher ein Knackpunkt», so Heuberger, der danach bis zum letztlich sicheren Gewinn des Tiebreaks (7:3 nach 0:2) der bessere und fittere Spieler und nach Matchende dementsprechend erleichtert war: «Das war einer meiner wichtigsten Siege, speziell freut mich, wie ich dem Druck stand gehalten habe.»

Wie schwer die für ihn bei einem Turnier dieser Grössenordnung ungewohnte Favoritenrolle wog, hatte sich vorher deutlich manifestiert. Einmal im Schlussatz schleuderte der sonst so ausgeglichene Ostschweizer sogar sein Arbeitsgerät weg, traf damit beinahe einen Linienrichter und wurde zurecht verwarnt. «Nachher war ich wenigstens hundertprozentig konzentriert», gewann Heuberger dieser Episode nach seinem zweiten Sieg in einem Major-Hauptfeld doch noch etwas Positives ab.

Gegen Gstaad-Sieger Alex Corretja (Sp/18) kann er nun unbelastet antreten, niemand erwartet von ihm eigentlich einen Sieg. Heuberger selbst ist allerdings bedingt optimistisch: «Ich kann ihn schon schlagen. Wichtig wird sein, dass ich gut serviere und ihm mein Spiel aufzwinge.» Wahrscheinlich kann er zudem darauf zählen, dass ihn sein Widersacher unterschätzt. Corretjas Coach Javier Duarte brach jedenfalls die kleine Spionagetour Mitte des ersten Satzes nach nicht einmal zwei Games rasch wieder ab.

Unabhängig vom Ausgang des Spiels gegen den Iberer hat Heuberger bereits 21'000 Dollar Preisgeld sowie wertvolle Rankingpunkte auf sicher, die ihn seinem kurzfristigen Ziel, der Qualifikation für das Haupttableau beim Australian Open, etwas näherbringen. Mittelfristig, das heisst, bis in einem Jahr, strebt der Daviscup-Spieler einen Platz unter den Top 75 an. Zu diesem Zweck wird er kurz nach Flushing Meadows auch mit Ivo Werner einen neuen Trainer engagieren. Heuberger und Roman Valent werden in Zürich mit dem Tschechen trainieren und der ehemalige Betreuer von Michel Kratochvil wird Heuberger auch zu gewissen Turnieren begleiten.

Schnyder ähnlich wie Hingis

Eine Berg- und Talfahrt erlebten die Zuschauer auch bei Patty Schnyder. Die als Nummer 23 gesetzte Baselbieterin führte gegen Nadja Petrowa (Russ) schon 7:6 (8:6), 5:2, als sie, ähnlich wie Martina Hingis gegen Marissa Irvin, temporär abbaute und noch einen Entscheidungssatz bestreiten musste, den sie mit 6:2 wieder dominierte. «Petrowa war eine sehr unangenehme Erstrunden-Gegnerin. Ich bin zufrieden, dass ich gewonnen habe», so Schnyder, die nun wie zuletzt in New Haven (Dreisatzsieg) auf die Slowakin Martina Sucha (WTA 39) trifft.

Mit dem Sieg gegen Petrowa, die ihr erstes Turnier nach langer Verletzungspause bestritt, hat Schnyder Revanche für eine der schlimmsten Niederlagen ihrer Karriere genommen. Im Vorjahr unterlag sie der grossgewachsenen Moskowiterin bei der Swisscom Challenge 2:6, 0:6.

(Marco Keller, New York /sda)

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