Furcht vor Winterchaos
US-Ostküste wappnet sich für Monster-Schneesturm
publiziert: Freitag, 22. Jan 2016 / 07:03 Uhr

Washington - Die US-Hauptstadt Washington bereitet sich auf den Ausnahmezustand vor. Laut Meteorologen werden heftige Schneestürme und Eiseskälte zu einem Winterchaos führen. Innerhalb weniger Stunden soll ein halber Meter Schnee fallen.

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Die Meteorologen sind sich sicher, dass der vorhergesagte Schneesturm eintreten wird. «Alle Rechenmodelle, ob nach amerikanischer, kanadischer, europäischer oder britischer Methode, sind sich einig», sagte Louis Uccellini, Direktor des US-Wetterdienstes NOAA am Donnerstag.

Die Bundesstaaten Virginia und Maryland sowie der Hauptstadt-Distrikt of Columbia (DC) riefen schon im Voraus den Notstand aus. Die Meteorologen gehen von bis zu 60 Zentimetern Schnee aus, die vor allem über der Region um die Hauptstadt Washington herum fallen könnten.

Obama kommt ins Rutschen

In Washington war es bereits am Donnerstag zu Problemen gekommen, nachdem nur 2,5 Zentimeter Schnee gefallen waren. Zehntausende Autofahrer in DC und den angrenzenden Staaten Virginia und Maryland sassen teils mehr als sechs Stunden in ihren Fahrzeugen fest. Sogar Präsident Barack Obama war in seinem Dienstwagen ins Rutschen geraten, wie Reporter berichteten.

Nach Angaben des Senders CNN könnte am Samstag ein Schnee-Rekord aus dem Jahr 1922 gebrochen werden. Dem Wetterdienst zufolge könnte es 30 Stunden lang schneien.

Der Bürgermeister der Stadt Boston bot der Hauptstadt, deren Winterdienst in der Dauerkritik steht, Hilfe mit schwerem Schneeräumgerät an. Präsident Obama werde das Wochenende über zu Hause im Weissen Haus bleiben, sagte ein Sprecher.

Hunderte Flüge gestrichen

Der Wetterdienst warnte, wer sich am Samstag ohne Winterausrüstung auf die Autobahn begebe, riskiere sein Leben. Die Fluggesellschaften strichen bereits vor dem Einsetzen des Schneefalls Hunderte Flüge, mehrere Tausend Passagiere sind betroffen.

Die Behörden in Washington kündigten frühere Schliesszeiten am Freitag an, Busse und die teils oberirdisch fahrenden U-Bahnen stehen über das Wochenende still.

Über den genauen Verlauf des Tiefs, das aus Südwesten nach Nordosten zieht und potenziell bis zu 75 Millionen Menschen betreffen könnte, waren sich die Modelle der Meteorologen am Donnerstag nicht ganz einig.

Letzte Berechnungen sagten für Washington und Maryland zwischen 40 und 60 Zentimeter Schnee voraus. In New York City sollen zwischen 10 und 25 Zentimeter fallen. Auch Eisregen und gefrierender Regen werden vorausgesagt. Im Süden der Vereinigten Staaten könnte es zu Sturmfluten kommen.

Hamsterkäufe

Die Meteorologen betonten, diese Werte könnten sich noch deutlich ändern, sowohl nach unten wie nach oben. «Es gibt einige Herausforderungen bei den Vorhersagen», sagte Uccellini. Bei Stürmen kommt es in den USA oft zu Stromausfällen, weil die Stromleitungen vor allem oberirdisch über Masten verlaufen, die unter der Schneelast und der Gewalt des Windes zusammenbrechen können.

Im Ballungsraum Washington zogen schon am Donnerstag etliche Menschen zum Grosseinkauf los: In Baumärkten und Spezialgeschäften waren Heizgeräte, Streusalz, Schneeschaufeln und Schlitten ausverkauft. In Supermärkten gähnten in Milch- und Brotregalen grosse Lücken.

In Washington haben sich 2000 Freiwillige gemeldet, um für ältere Menschen und Behinderte die erwarteten Schneemassen wegzuräumen.

(bert/sda)

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