US-Parlament will erweiterte Stammzellen-Forschung
publiziert: Donnerstag, 11. Jan 2007 / 23:02 Uhr

Washington - Gegen den Widerstand von Präsident George W. Bush hat das US- Abgeordnetenhaus für eine Ausweitung der staatlich geförderten embryonalen Stammzellenforschung gestimmt.

Ein neuerliches Scheitern des Vorstosses stand von vornherein fest.
Ein neuerliches Scheitern des Vorstosses stand von vornherein fest.
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Auch Abgeordnete der Republikanischen Partei stimmten für die Vorlage, die mit 253 gegen 174 Stimmen angenommen wurde. Eine Zustimmung des Senats galt ebenfalls als sicher. Nur wenige Stunden zuvor hatte Bush erneut sein Veto angedroht, nachdem er bereits im Juli die Unterschrift unter ein identisches Gesetz verweigert hatte.

Damit stand ein neuerliches Scheitern des Vorstosses von vornherein fest: Ein Veto kann nur mit Zweidrittelmehrheit in beiden Häusern des Kongresses zurückgewiesen werden. Dies gilt als ausgeschlossen.

Wahlversprechen der Demokraten

Die Demokraten, die seit Anfang Januar den Kongress beherrschen, hatten trotz der erwarteten Erfolglosigkeit eine Abstimmung gleich in den ersten Tagen der Legislaturperiode angesetzt, um ein politisches Zeichen zu setzen. Mit der Abstimmung lösten sie eines ihrer Versprechen aus dem Wahlkampf ein.

Die geltenden US-Gesetze begrenzen die staatliche finanzielle Förderung auf bereits existierende Stammzellenlinien. Bush lehnt eine Ausweitung strikt ab, weil dies «mit der absichtlichen Zerstörung von Embryos zur Gewinnung ihrer Stammzellen verbunden wäre», wie es in einer Erklärung des Weissen Hauses hiess.

Hoffnungen der Wissenschaft

Die Wissenschaft erhofft sich von einer verstärkten Forschung eine bessere Bekämpfung von Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson.

(ht/sda)

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