Angespannte Lage
US-Präsident Obama besucht Saudi-Arabien
publiziert: Mittwoch, 20. Apr 2016 / 18:30 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 20. Apr 2016 / 23:18 Uhr
Obama versucht die angespannte Situation mit Saudi-Arabien zu glätten.
Obama versucht die angespannte Situation mit Saudi-Arabien zu glätten.

Riad - US-Präsident Barack Obama ist am Mittwoch in Riad mit dem saudischen König Salman zusammengekommen. Das rund zweistündige Treffen sollte die zuletzt stark angespannten Beziehungen zwischen den beiden traditionellen Verbündeten wieder verbessern.

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Der Monarch empfing seinen Gast im Königspalast der saudischen Hauptstadt. Im Zentrum des Gespräches stand das zerrüttete Verhältnis des sunnitischen Königreichs zum schiitischen Nachbarn Iran.

«Das saudische Volk und ich sind sehr erfreut, dass Sie, Herr Präsident, uns hier im Königreich besuchen», erklärte Salman zur Begrüssung Obamas im Palast, bevor sich die beiden zu einem Gespräch hinter verschlossenen Türen zurückzogen.

Auch über den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie über die Bürgerkriege in Syrien und im Jemen wollten sich die Staatsoberhäupter austauschen. In beiden Krisen ist derzeit keine politische Lösung in Sicht.

Im Vorfeld des Treffens einigten sich die USA und die Golfstaaten auf gemeinsame Patrouillen vor der jemenitischen Küste. Sie sollten Waffenlieferungen des Irans an die Huthi-Rebellen im Jemen stoppen, wie der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates (GCC), Abdullatif al-Sajani, nach einem Treffen mit US-Verteidigungsminister Ashton Carter erklärte. Riad wirft dem Iran vor, die Aufständischen zu unterstützen. Teheran weist die Anschuldigungen zurück.

Atomabkommen strapaziert Beziehungen

Saudi-Arabien ist seit Jahrzehnten wichtigster US-Verbündeter in der arabischen Welt. Zuletzt hatte das Verhältnis jedoch unter dem von Washington vorangetriebenen Atomvertrag mit dem Iran stark gelitten.

Saudi-Arabien sieht den schiitischen Nachbarn als Erzrivalen und Bedrohung seiner Sicherheit. Riad lehnt das Nuklearabkommen ab und wirft Teheran vor, die Region zu destabilisieren.

Grossen Ärger in Saudi-Arabien hatte ein Interview Obamas mit dem US-Magazin «The Atlantic» ausgelöst. Darin erklärte der US-Präsident, die Saudis müssten den Nahen Osten mit dem Iran teilen.

Zugleich deutete er an, dass er die Golfländer und europäische Staaten für «Trittbrettfahrer» auf der internationalen Bühne hält, die nach militärischem Handeln riefen, sich aber nicht selbst engagierten.

Gipfeltreffen des Golf-Kooperationsrates

Obama nimmt am Donnerstag in Riad als erster US-Präsident an einem Gipfeltreffen des Golf-Kooperationsrates teil, einem Zusammenschluss der Golfstaaten. Bei den Beratungen soll es ebenfalls um den Iran und den Kampf gegen den IS gehen.

Nach dem Besuch in Saudi-Arabien reist Obama weiter nach Grossbritannien und Deutschland, wo er am Sonntagmittag erwartet wird.

(pep/sda)

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USA und Saudiarabien Verbündete durch dick und dünn
Der US-Präsident Barack Obama bezeichnete kürzlich das Verhalten der Golfstaaten im Kampf gegen den Terrorismus und die Terrormiliz Islamischer Staat als „Trittbrettfahrerei“. Denselben Vorwurf richtete Obama auch an einige Länder Europas, insbesondere an Frankreich und England, die in Krisenzeiten davor zurückschrecken würden, ihre Militärressourcen zur Verfügung zu stellen. Solche Worte Obamas sind ein Signal für die Golfstaaten und die europäischen Nato-Staaten noch mehr aufzurüsten und noch schneller militärisch intervenierten, „um den Frieden zu sichern“. - Aufrüstung und neue schöne Kriege, lassen die Kassen der Rüstungsindustrie klingeln, auch bei Rheinmetall in der Schweiz, bei der bundeseigenen Rüstungsbetrieben Ruag, auch bei der Mowag in Kreuzlingen die dem US-Rüstungskonzern General Dynamics gehört…

Bei Obamas Besuch in Saudiarabien machte auch ein im amerikanischen Senat von Obama blockierter Gesetz zu reden. Dieses im US-Senat diskutiertes Gesetz sollte den Weg für eine mögliche Anklage gegen Mitglieder der saudischen Regierung ebnen, die im Verdacht stehen, in die Attentate vom 11. September 2001 involviert gewesen zu sein. Diese 9/11 Unterstellung ist einfach absurd, denn die saudische Regierung ist wie kaum eine andere Regierung abhängig von den USA. Die saudische Regierung stand immer auf der Seite der USA. Die USA steht hinter Saudiarabien im Krieg gegen den Jemen. Die Bomben kommen aus den USA.

Nach der offiziellen 9/11 Verschwörungstheorie der US-Regierung hiess es bisher, dass der aus Saudiarabien stammende Osama Bin Laden mit seinen hauptsächlich auch saudischen Luftpiraten hinter 9/11 standen. Diese wurde im 9/11 Bericht der US-Regierung festgehalten (http://www.9-11commission.gov/report/911Report.pdf)

Seither wurden über die Terroranschläge vom 11. September 2001 nicht zuletzt von Ingenieuren, Architekten und Piloten grosse Untersuchungen durchgeführt, die hinter die 9/11 Osama Bin Laden Verschwörungstheorie der US-Regierung grosse Fragezeichen setzen. http://www.ae911truth.org/

Kürzlich wurde eine Schweizer Website zu 9/11 eröffnet, in der sehr viele Fakten zu 9/11 präsentiert werden, Recherchen von Architekten und Ingenieuren und vielen Übersetzungen aus dem englischen Sprachraum: http://www.ae911truth.ch/
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