US-Präsidenten sammeln für Haiti
publiziert: Sonntag, 17. Jan 2010 / 08:42 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 17. Jan 2010 / 10:56 Uhr

Port-au-Prince/Washington - US-Aussenministerin Hillary Clinton verspricht langfristige Hilfe für Haiti. Bei einem Besuch im Erdbeben-zerstörten Port-au-Prince sagte Clinton: «Wir sind heute hier, wir werden morgen hier sein und in der Zeit, die vor uns liegt.»

Treffen der Generationen.
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Clinton ist die erste ausländische Spitzenpolitikerin im Katastrophengebiet.

Sie sprach mit Präsident René Préval auf dem internationalen Flughafen von Port-au-Prince, fuhr aber nicht in die Stadt, um die Hilfsmassnahmen nicht zu behindern.

Clinton brachte Nahrungsmittel und Wasser für das US-Botschaftspersonal. Unterdessen gehen die USA von 15 toten Amerikanern beim Beben aus.

Ex-Präsidenten helfen vereint

Zugleich begannen die ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush und Bill Clinton mit einer grossangelegten Spendensammlung für die Erdbebenopfer.

Präsident Barack Obama, der seine Vorgänger mit der Koordination der Spendenhilfe beauftragt hatte, empfing die beiden am Samstag im Weissen Haus. «Vor uns liegen schwierige Tage», sagte Obama.

Der UNO-Sicherheitsrat will sich am Montag mit der Lage in Haiti befassen. Die Sitzung ist auf Initiative Mexikos einberufen worden. «Der UNO-Generalsekretär (Ban Ki-Moon) wird an der Sitzung teilnehmen», hiess es in einer Erklärung. Das Erdbeben vom vergangenen Dienstag erfordere «eine grössere internationale Präsenz unter Koordination der Vereinten Nationen.»

Leiter der UNO tot geborgen

Jüngsten Regierungsangaben zufolge kamen beim Beben mindestens 50'000 Menschen ums Leben, 1,5 Millionen sind obdachlos. Unter den Toten befindet sich auch die Spitze der UNO-Mission in Haiti (MINUSTAH). Wie die Vereinten Nationen in New York mitteilten, wurde der Chef, Hédi Annabi, bei dem Erdbeben getötet.

Ausser ihm wurden auch sein Vertreter Luiz Carlos da Costa und der amtierende UNO-Polizeichef in Haiti, Doug Coates, unter dem eingestürzten Christopher Hotel in der Hauptstadt Port-au-Prince gefunden. Nach UNO-Angaben handelt es sich um die unter logistischen Gesichtspunkten schlimmste Katastrophe in der Geschichten der Vereinten Nationen.

(bert/sda)

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sachlich?
sachlich von Ihnen mit pseudo "bewusstsein"?

WIr stehen laut UN vor der schwierigsten Katastrophe, die die UN als Organisation je zu bewältigen hatte. Das wenige, was als Infrastruktur vorhanden war - auch der UN - ist total zerstört. Auf dem Flughafen türmen sich die Hilfsgüter, weil sie nicht ins Hinterland verteilt werden können, da die Strassen unpassierbar sind.

DIe Leute vor Ort sind voll im Einsatz und versuchen ihr Möglichstes. Wer schon mal selber etwas für ein paar Leute organisiert hat, weiss, wie aufwändig nur schon ein Lager für Pfader ist. Nun sprechen wir aber von Millionen von Leuten, die von Trümmern von der Aussenwelt abgeschnitten sind.
In dieser Situation von
"Natürlich haben die USA andere Gründe als lediglich zu helfen. Auch Hilfe muß sich rechnen, zumindest für die USA. Bleiben Sie sachlich"
zu sprechen, zeigt mir, dass es Leute gibt, die alles in den Dreck ziehen können, um noch was antiamerikanisches herauszukitzeln. Dann noch von Sachlichkeit zu sprechen, ist der absolute Hohn. Eine Verachtung und ein Unverständnis der christlichen Nächstenliebe gegenüber, die ich so schon lange nicht mehr erlebt habe.
alles nur um zu helfen...
"Doch es sieht nicht so aus, als ließen sich die USA von der Kritik beeindrucken. Die Marines haben bereits Fakten geschaffen, sie halten den Flughafen in der Hauptstadt und haben vor der Küste mit dem Flugzeugträger "USS Carl Vinson" einen weiteren "schwimmenden Landeplatz" geschaffen." DER SPIEGEL.
Nein es ist nicht die Nähe, die die USA dazu bringt alle Hilfe zu koordinieren, wie kubra meint. Den Flughafen bewachen und US-Flüge zu bevorzugen ist Hegemonialgebaren. Es gibt handfesten Streit zwischen Frankreich, Brasilien und den USA. Keine Katastrophe kann groß genug sein um nicht politisch ausgenützt zu werden.
Sie hätten sich Ihre dumme Bemerkung gegen Jorian sparen können.
Natürlich haben die USA andere Gründe als lediglich zu helfen. Auch Hilfe muß sich rechnen, zumindest für die USA. Bleiben Sie sachlich
Danke kubra
Dies ist keineswegs zynisch gemeint!
Helfen - Zum Beispiel
Zitat jorian
"Was macht das US Militär auf Haiti?"

DIe Amis haben die Mittel und die Logistik, die Hilfe in grossem Rahmen anfahren zu lassen. Bill Clinton ist schon länger UNO Gesandter für Haiti. Quasi ein Götti für den failed state.
Da Haiti in der Nähe der Staaten liegt, drängt es sich auf, dass die Amis die Hilfe koordininieren. Kuba hat die Überflüge übrigens genehmigt und seinen Luftraum freigegeben. Sogar Castro weiss die kiurzfristige Präsenz des US Militärs zu schätzen.

Nur jorian wird immer gleich paranoid, wenn er was von den von Amis liest.
Was macht.......
das US Militär auf Haiti?
.
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