US-Reporterin im Iran muss erneut vor Gericht
publiziert: Sonntag, 10. Mai 2009 / 14:45 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 10. Mai 2009 / 22:09 Uhr

Teheran - Das Berufungsverfahren gegen die US-iranische Journalistin Roxana Saberi vor einem Gericht in Teheran ist zunächst ohne Urteilsverkündung zu Ende gegangen.

Hungerstreik beendet: Roxana Saberi. (Archivbild)
Hungerstreik beendet: Roxana Saberi. (Archivbild)
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Er sei optimistisch und hoffe auf «substanzielle Änderungen am ersten Urteil», sagte Saberis Anwalt Abdolsamad Choramschahi beim Verlassen des Revolutionsgerichts in Teheran vor Journalisten. Mit dem Urteil sei in den nächsten Tagen zu rechnen. Auf eine Freilassung gegen Kaution habe sich das Gericht jedoch nicht eingelassen.

Das Berufungsverfahren sei nicht öffentlich, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Zugelassen seien nur Geheimdienstmitarbeiter, die Staatsanwälte und die Verteidigung. Saberi wurde von drei Wachleuten in den Gerichtssaal geführt, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die 32-Jährige trug einen dunkelblauen Tschador und wirkte blass und betrübt.

Die amerikanisch-iranische Journalistin war im April in Teheran wegen Spionage für die USA verurteilt worden. Sie sitzt seit Januar in Haft. Erst kürzlich hatte sie einen zweiwöchigen Hungerstreik beendet. US-Präsident Barack Obama hatte die Spionagevorwürfe gegen Saberi als unbegründet zurückgewiesen.

Doppelte Staatsbürgerschaft

Die Journalistin, die unter anderem für den amerikanischen Sender NPR arbeitet, hat die doppelte Staatsbürgerschaft und hielt sich im Iran zu Recherchezwecken auf.

Zunächst war ihr lediglich vorgeworfen worden, sie habe versucht, eine Flasche Wein zu kaufen. Das ist in dem streng islamischen Land verboten. Dann hiess es, sie habe im Iran ohne gültige Akkreditierung gearbeitet.

(ht/sda)

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