US-Repräsentantenhaus stimmt Irak-Milliarden zu
publiziert: Freitag, 31. Okt 2003 / 09:29 Uhr / aktualisiert: Freitag, 31. Okt 2003 / 10:16 Uhr

Washington - Das US-Repräsentantenhaus hat die von US-Präsident George W. Bush geforderten zusätzlichen Etatmittel von 87,5 Milliarden Dollar für das US-Engagement in Irak und Afghanistan bewilligt.

Die Irak-Milliarden kommen nun doch.
Die Irak-Milliarden kommen nun doch.
65 Milliarden Dollar sind im kommenden Jahr für die US-Truppen in beiden Ländern vorgesehen, 18,6 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau in Irak.

Die Abgeordneten beugten sich dem Druck Bushs und verzichteten auf die Forderung, die Hälfte der Wiederaufbaumittel für Irak nur als Kredit zu gewähren. Andernfalls hatte das US-Präsidialamt damit gedroht, ein solches Gesetz durch ein Veto zu verhindern.

Bei der Abstimmung votierten 298 Abgeordnete für und 121 Abgeordnete gegen das Gesetz. Es wird erwartet, dass das Gesetz am Montag den US-Senat passieren wird.

Derweil hat US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice Länder wie Deutschland und Frankreich mit scharfen Worten aufgefordert, ihre Verweigerungshaltung beim Wiederaufbau Iraks aufzugeben.

Wie lange noch soll die Zukunft des irakischen Volks als Geisel herhalten für die Meinungsverschiedenheiten, die wir möglicherweise einmal hatten, sagte Rice vor ausländischen Journalisten in New York. Sie rief alle Länder auf, die Streitigkeiten hinter sich zu lassen, um gemeinsam der irakischen Bevölkerung zu helfen.

Bei der Geberkonferenz in Madrid hatten Deutschland, Frankreich und Russland es abgelehnt, sich mit eigenen Beiträgen am Wiederaufbau Iraks zu beteiligen. Gleichzeitig aber beteiligen sich Paris und Frankreich an der EU-Aufbauhilfe für Irak.

(bsk/sda)

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