Vorwahlkampf
US-Republikaner bewerfen sich mit Schmutz
publiziert: Mittwoch, 19. Okt 2011 / 07:52 Uhr
Republikanischer Präsidentschaftsanwärter Mitt Romney.
Republikanischer Präsidentschaftsanwärter Mitt Romney.

Washington - Der Vorwahlkampf der Republikaner um die US-Präsidentschaft hat deutlich an Schärfe gewonnen. Besonders der momentan aussichtsreichste Bewerber Mitt Romney ist durch harte Angriffe seiner Kontrahenten unter Druck geraten.

5 Meldungen im Zusammenhang
In einer TV-Debatte am Dienstagabend (Ortszeit) in Las Vegas (Nevada) warf ihm der texanische Gouverneur Rick Perry vor, rund ein Jahr lang wissentlich illegale Einwanderer beschäftigt und darüber gelogen zu haben. Romney sei ein Scheinheiliger, wenn er sich nun für schärfere Einwanderungsregeln ausspreche.

Perry bezog sich auf Vorwürfe, die schon im vergangenen Vorwahlkampf vor vier Jahren aufgekommen waren, als sich Romney ebenfalls um die republikanische Kandidatur beworben hatte. Wie damals bestritt der ehemalige Gouverneur von Massachusetts am Dienstag energisch, bewusst Arbeiter ohne Aufenthaltserlaubnis beschäftigt zu haben.

Er räumte lediglich ein, eine Firma zum Rasenmähen auf dem Grundstück seines Hauses beauftragt zu haben, die Illegale mit gefälschten Papieren beschäftigte. Diese seien aber umgehend entlassen worden, als er davon erfahren habe.

Romney kanzelte den Vorwurf als Verzweiflungstat von Perry ab. Dessen Umfragewerte waren in den vergangenen Wochen deutlich gesunken.

Kritik an Mormonen

Erneut erklären musste sich Romney auch wegen seiner religiösen Ausrichtung. Als Mormone stösst er vor allem bei evangelikanischen Wählern auf Misstrauen. Ins Kreuzfeuer seiner Kontrahenten geriet er abermals auch, weil er in Massachusetts eine Gesundheitsreform durchgesetzt hatte, die der von US-Präsident Barack Obama ähnelt.

Die Republikaner lehnen das 2010 im Bund verabschiedete Gesetzeswerk ab und wollen es im Falle eines Wahlsieges vollständig abschaffen.

Die Vorwahlen der Republikaner beginnen nach bisherigem Stand am 3. Januar im Bundesstaat Iowa. Die Präsidentenwahl findet im November 2012 statt. Obama tritt dann für die Demokraten zur Wiederwahl an.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
USA  Washington - Ein Metallteil, das über den Zaun des Weissen Hauses in Washington geworfen wurde, hat vorübergehend einen Alarm in der Residenz des US-Präsidenten ausgelöst. mehr lesen 
Achtens Asien Mit seinem Besuch in Vietnam hat US-Präsident Obama seine seit acht Jahren verfolgte Asienpolitik abgerundet. Die einstigen Todfeinde USA und Vietnam sind, wenn auch noch nicht Freunde, so doch nun Partner. China verfolgt die Entwicklung mit Misstrauen. mehr lesen  
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 1°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 6°C 10°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 5°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern 1°C 7°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 3°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 4°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 4°C 8°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten