US-Republikaner wollen striktes Abtreibungsverbot
publiziert: Mittwoch, 22. Aug 2012 / 08:26 Uhr
Todd Akins Äusserungen sorgten für einen Sturm der Entrüstung bei den Demokraten.
Todd Akins Äusserungen sorgten für einen Sturm der Entrüstung bei den Demokraten.

Washington - Die US-Republikaner wollen ein vollständiges Abtreibungsverbot in ihren politischen Leitlinien für die kommenden vier Jahre festschreiben. Demnach sollen auch Abtreibungen in Vergewaltigungs- oder Inzestfällen verboten werden.

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Eine Kommission aus 110 Mitgliedern fasste den Beschluss, wie die Partei mitteilte. Das Verbot soll in der kommenden Woche vom Wahlparteitag für Präsidentschaftskandidat Mitt Romney verabschiedet werden.

Die Republikaner befinden sich elf Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 6. November inmitten einer Affäre um bizarre Äusserungen eines Senatskandidaten zu Schwangerschaften als Folge von Vergewaltigungen.

Akin soll seine Kandidatur zurückziehen

Todd Akin hatte in einem Interview gesagt, dass Schwangerschaften nach Vergewaltigungen «eher selten» seien, weil sich der Körper einer Frau nach einer «wirklichen Vergewaltigung» gegen eine Schwangerschaft wehre.

Romney forderte ihn daraufhin auf, seine Kandidatur für einen Senatssitz im Bundesstaat Missouri zurückzuziehen. Der Parteichef der Republikaner, Reince Priebus, verlangte zudem, dass Akin nicht zum Parteitag der Republikaner in der kommenden Woche in Tampa in Florida kommen solle. Akin liess die Kritik jedoch an sich abperlen.

Seine Äusserungen sorgten für einen Sturm der Entrüstung bei den Demokraten von Präsident Barack Obama. Zu der neuen Entscheidung für die politischen Leitlinien teilte Obamas Lager am Dienstag mit, die Republikaner nähmen damit «den Akin-Zusatz» in ihr Parteiprogramm auf. Die politischen Leitlinien haben keinen verbindlichen Charakter.

(bg/sda)

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Abtreibungs-Verbot
Vergewaltigungsopfer sind die wirklichen Opfer, die ein Kind austragen sollen, ein Leben lang begleiten müssen, immer wieder an die miese Tat erinnert werden. Da geht es auch um das Kind, welches wohl selten geliebt werden kann, die Verletzung seiner Mutter mit büssen muss. Human sind die Entscheidungen der "Rechten" nicht.
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Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
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