US-Richter verschiebt Entscheidung über Homosexuellen-Ehe
publiziert: Mittwoch, 18. Feb 2004 / 07:47 Uhr

San Francisco - Im Standesamt von San Francisco sind am Dienstag weitere Homosexuellen-Ehen geschlossen worden. Zwei Richter in der kalifornischen Stadt wollten vorerst keinen Stopp der umstrittenen Hochzeiten verhängen.

Konservativen Gruppen geht die Homo-Ehe entschieden zu weit.
Konservativen Gruppen geht die Homo-Ehe entschieden zu weit.
Zwei konservative Gruppen hatten vor einem Obergericht in San Francisco Klagen eingereicht, um damit ein sofortiges Verbot weiterer Eheschliessungen von lesbischen und schwulen Paaren zu erwirken.

Sie haben auch die Auflösung der seit vergangener Woche geschlossenen Homo-Ehen gefordert. Richter Ronald Quidachay setzte eine weitere Anhörung für Freitag an.

In San Francisco waren am vergangenen Donnerstag erstmals gleichgeschlechtliche Paare getraut worden. Die Entscheidung des neuen liberalen Bürgermeisters Gavin Newsom, sich über das Verbot der Homosexuellen-Ehe in Kalifornien hinwegzusetzen, löste bei Lesben und Schwulen einen wahren Run auf die Standesämter aus.

Nach Angaben von Newsom haben sich inzwischen 2600 gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort gegeben. Auch am Dienstag standen Heiratswillige vor dem Standesamt Schlange, darunter weit angereiste Paare aus Neuseeland, Thailand und den Niederlanden.

(fest/sda)

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