US-Richterin hiess Sulzer-Vergleich gut
publiziert: Donnerstag, 9. Mai 2002 / 08:09 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 9. Mai 2002 / 10:38 Uhr

Cleveland - Der Streit um schadhafte Implantante der Sulzer Medica ist beigelegt: US-Bundesrichterin Kathleen O'Malley hat dem Vergleich mit den geschädigten Patienten zugestimmt. Das teilte Sulzer Medica in der Nacht zum Donnerstag mit.

Nach zweitägiger Anhörung aller Parteien kam das Gericht in Cleveland (Ohio) zum Schluss, der Vergleichsvorschlag sei «fair, angemessen und vernünftig».

Patienten, die bis zum 15. Mai nicht ausdrücklich vom Vergleich zurücktreten, bekunden damit ihr Einverständnis zu den Bedingungen des Vergleichs und verzichten auf Einzelklagen. Nach Ablauf der Frist hat Sulzer Medica fünf Arbeitstage Zeit, seinerseits die endgültige Zustimmung zu erteilen.

Konzernchef Stephan Rietiker zeigte sich über den Ausgang des Hearings erfreut. Er sei zuversichtlich, dass die Zahl der Patienten, die nicht auf den Vergleich einsteigen, minimal sein werde.

«Damit haben wir unser Versprechen, die Patienten rasch und fair zu entschädigen, eingelöst», wird Rietiker in der Pressemitteilung zitiert.

Gemäss Vergleich soll jeder Patient 200'000 Dollar Schadenersatz erhalten. Die Entschädigung für Patienten, die grössere Komplikationen erlitten, wird höher ausfallen. Rund 40 000 Dollar jeder individuellen Auszahlung geht an die Anwälte, die die Patienten vertreten.

Bisher gab es 2850 Klagen wegen fehlerhafter Hüftgelenke und 585 Klagen wegen schadhafter Kniegelenke. Die Regelung wird ungefähr 1 Mrd. Dollar kosten. Davon bringt Sulzer Medica 725 Mio. Dollar auf. Sulzer AG und die Winterthur Versicherung bezahlen den Rest.

(bb/sda)

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