US-Server liefern Hälfte aller Kinderpornos
publiziert: Dienstag, 24. Okt 2006 / 20:38 Uhr

London - Die Hälfte aller Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten wird laut einer britischen Studie von Servern in den USA aus betrieben. Weitere 20 Prozent der einschlägigen Websites könnten nach Russland zurückverfolgt werden.

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Beispielhaft für die Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet sei Grossbritannien, berichtete die Internet Watch Foundation. Britischen Servern seien heute nur noch 0,2 Prozent der potenziell verbotenen Inhalte zuzuordnen, während dieser Anteil 1997 noch bei 18 Prozent gelegen habe.

Ausschlaggebend für diesen Trend in Grossbritannien seien die gemeinsamen Anstrengungen der Internetbranche und der Regierung, sagte der Chef der Initiative, Peter Robbins.

Wenn dort verdächtiges Material bemerkt werde, würden die Betreiber der betroffenen Server informiert und aufgefordert, die Inhalte aus dem Netz zu nehmen. Ausserdem habe sich die Regierung für harte Gesetze eingesetzt.

Belastendes Material wird gesammelt

Den hohen Anteil von US-Websites an der Problematik führt die Internet Watch Foundation teils auf die grosse Zahl der Internetnutzer, Server und Web-Anbieter in den USA zurück.

Ausserdem gingen die Strafverfolger dort anders vor und liessen die Betreiber von Seiten mit verbotenen Inhalten meist eine Zeit lang gewähren, um belastendes Material gegen sie zu sammeln.

In Grossbritannien würden die Websites dagegen sofort gesperrt und die Verantwortlichen anschliessend mit Hilfe ihrer Datenspuren verfolgt. In Russland sei das Hauptproblem, dass es keine zentrale Instanz gebe, die sich für das Thema zuständig fühle, sagte Robbins.

Insgesamt wurden der Gruppe zufolge seit 1996 mehr als 31 000 Websites mit kinderpornografischem Material aus dem Internet entfernt.

(smw/sda)

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