US-Soldat will sich schuldig bekennen
publiziert: Dienstag, 24. Aug 2004 / 07:05 Uhr

Washington - Bei den Voranhörungen zur Misshandlungsaffäre von Abu Ghraib vor einem US-Militärgericht in Mannheim will sich ein zweiter US-Soldat teilweise schuldig bekennen.

Bilder wie dieses mit Lynndie England brachten den Folterskandal an die Öffentlichkeit.
Bilder wie dieses mit Lynndie England brachten den Folterskandal an die Öffentlichkeit.
Feldwebel Ivan Frederick akzeptiere die Verantwortung für seine Handlungen im US-Militärgefängnis von Abu Ghraib. Dies versichert der 37-Jährige in einer schriftlichen Erklärung, aus der die Internet-Ausgabe der Zeitung Washington Post zitierte.

Weiter kündigt der Wachsoldat darin an, er werde sich bei einigen Vorwürfen schuldig bekennen, weil ich zum Schluss gekommen bin, dass ich mit meinen Taten das Gesetz verletzt habe. Er hoffe, dass auch die anderen Kameraden, die in das Chaos von Abu Ghraib verwickelt gewesen seien, ihre Verantwortung übernehmen werden.

Angst um Kameraden

In der Erklärung zeigte sich Frederick auch um die Sicherheit seines Kameraden Steven Darby besorgt, der den Skandal öffentlich gemacht hatte. Darby habe nur getan, was er für richtig hielt, und es war richtig.

Vor dem US-Militärgericht in Mannheim hatten am Montag die Anhörungen zum Misshandlungsskandal begonnen. Die Affäre war im April durch die Veröffentlichung von Fotos mit misshandelten irakischen Gefangenen bekannt geworden.

Ist Gefängnisleitung mitschuldig?

Unterdessen wurde nach Informationen des US-Fernsehsenders NBC bekannt, dass nach Auffassung einer US-Untersuchungskommission die Gefängnisleitung teilweise verantwortlich für die Missstände gewesen sei.

Laut NBC wirft die Kommission der Gefängnisverwaltung vor, die zunehmend brutaler werdenden Verhörpraktiken gegenüber irakischen Gefangenen ignoriert zu haben.

Ungenügende Ausbildung

Zumindest US-Generalin Janis Karpinski als damalige Leiterin der US-Militärgefängnisse in Irak und Oberst Thomas Pappas als Kommandant der mit den Verhören befassten 205. Brigade des Militärgeheimdienstes hätten von den Misshandlungen gewusst oder wissen müssen.

Nach Auffassung der Kommission unter Leitung des früheren US-Verteidigungsministers James Schlesinger hatte es die Gefängnisverwaltung darüber hinaus versäumt, die Militärpolizisten, entsprechend auszubilden. Diese seien angesichts der steigenden Zahl der irakischen Gefangenen in Abu Ghraib überfordert gewesen.

(rp/sda)

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