US-Staatsanwalt klagt gegen UBS - Aktie auf Talfahrt
publiziert: Freitag, 25. Jul 2008 / 12:46 Uhr / aktualisiert: Freitag, 25. Jul 2008 / 18:44 Uhr

New York - Die Grossbank UBS hat erneut einen starken Kurstaucher ihrer Aktie erlitten. Grund dafür war neben der allgemeinen Schwäche von Finanztiteln auch die am Vortag eingereichte Klage des New Yorker Staatsanwalts.

Die UBS kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus.
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Die UBS-Aktie verlor 6,1 Prozent und notierte zum Börsenschluss bei 21.60 Franken. Im Laufe des Nachmittags war der UBS-Titel sogar bis 21.04 Fr. (-8,5 Prozent) gerutscht.

Analysten wollten den Kursverlust nicht alleine auf die Klage aus New York zurückführen. Allerdings sei sie eine weitere Unsicherheit bei der ohnehin schon unter Druck stehenden UBS, sagte ein Analyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Die Folgen der Zivilklage seien angesichts des amerikanischen Justizsystems schwierig einzuschätzen.

UBS verliert unter Finanztiteln am stärksten

Dennoch, die UBS verlor unter den Finanztiteln am stärksten an Wert. Sie hat an einem Tag rund die Hälfte ihrer Kursgewinne der vergangenen Woche wieder eingebüsst. Die Aktien der Credit Suisse (-3,6 Prozent) oder jene von Julius Bär (-1,4 Prozent) verbuchten deutlich kleinere Verluste.

In der neusten Klage wirft der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo der UBS einen «Multi-Milliarden-Dollar-Betrug» vor. Die UBS habe ihren Kunden sogenannte Auction Rate Securities (ARS) gegen besseres Wissen als Alternative zu Bargeld-Anlagen verkauft.

Bei diesen Wertpapieren handelt es sich um lang laufende Anleihen, deren Zinssatz in kurzen Abständen in Auktionen neu festgesetzt wird.

Der Inhalt der Klage

Der Klage zufolge habe UBS die Wertschriften auch dann noch verkauft, als die Auktionen in Folge der Kreditkrise zu misslingen begannen. Gleichzeitig hätten UBS-Manager 21 Mio. Dollar der in ihren persönlichen Konten ARS verkauft.

Im Februar hielten über 50'000 UBS-Kunden in den USA mehr als 25 Mrd. Dollar in den inzwischen unhandelbar gewordenen Wertschriften.

UBS ist auch in anderen US-Bundesstaaten mit Untersuchungen und Forderungen im Zusammenhang mit ARS konfrontiert. Vergangene Woche hatte die UBS ein mögliches Rückkaufprogramm für einen Teil der ARS angekündigt.

(dl/sda)

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