US-TV verliert Zuschauer an das Internet
publiziert: Dienstag, 13. Mai 2008 / 16:49 Uhr

New York - Im Vergleich zum Mai des Vorjahres hat das US-Fernsehen rund sechs Mio. Zuschauer verloren. Die Erklärung dafür liegt nicht in einer plötzlichen TV-Abneigung der US-Amerikaner, sondern an der Veränderung der Fernsehgewohnheiten.

Der Online-Stream des Teenager-Dramas «Gossip Girl» wurde von der sendereigenen Homepage genommen.
Der Online-Stream des Teenager-Dramas «Gossip Girl» wurde von der sendereigenen Homepage genommen.
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Vor allem jüngeres Publikum nutzt nun verstärkt Angebote wie kostenlose Webstreams, digitale Videorekorder oder Kabelfernsehen-on-demand. Für die Fernsehsender stellt dies eine neue Herausforderung dar, da profitable Werbekunden nur durch gute Einschaltquoten angelockt werden können.

Nun suchen die Sender fieberhaft nach einer Lösung, die ihre Werbekunden zufrieden stellt, berichtet die New York Times.

Unternehmen bevorzugen Fernsehwerbung aufgrund ihrer Unmittelbarkeit. Durch den zunehmend zeitverschobenen Konsum der TV-Inhalte geht diese Eigenschaft verloren und die Wirkung der Fernsehwerbung nähert sich zunehmend jener von Printwerbung an.

Einschaltquoten schwer messbar

Ausserdem werden Einschaltquoten, die entscheidend für den Verkauf von Werbeplätzen sind, nun immer schwieriger messbar. Viele der populärsten Shows können einen 20- bis 25-prozentigen Anstieg der Zuschauerzahlen verzeichnen, wenn man DVR-Aufnahmen ebenfalls mit einbezieht.

Der Anteil der On-Demand-Zuschauer ist besonders in städtischen Gegenden in der Gruppe der 18- bis 49-Jährigen sehr gross. In manchen Regionen sieht die Hälfte der Zuschauer dieser Zielgruppe ihre Lieblingsserien nicht, wenn sie im TV ausgestrahlt werden, sondern zu dem Zeitpunkt, an dem sie will.

Von dieser Entwicklung profitieren jedoch vor allem die bereits bekannten Serien: «Aufgrund der Zeitverschiebung werden die grössten Shows immer grösser und einige der kleineren Shows kämpfen mit negativen Auswirkungen», meint David Wolf, Senior Executive des Beratungsunternehmens Accenture.

Der Fernsehsender CW hat auf die sinkenden Einschaltquoten reagiert, indem er den Online-Stream des Teenager-Dramas «Gossip Girl» von der sendereigenen Homepage genommen hat. Tatsächlich konnten dadurch die Einschaltquoten im April leicht erhöht werden. In Apples iTunes-Store sind die Episoden jedoch noch immer für 1,99 Dollar zum Kauf erhältlich.

(smw/pte)

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