US-Truppen kontrollieren Zentrum von Tikrit
publiziert: Montag, 14. Apr 2003 / 12:09 Uhr

Tikrit - US-Marineinfanteristen haben das Zentrum von Tikrit, der Heimatstadt des irakischen Präsidenten Saddam Hussein, eingenommen. Das berichtete der arabische Nachrichtensender El Dschasira.

Tikrit ist in amerikanischer Hand.
Tikrit ist in amerikanischer Hand.
In der Stadt sei eine Ausgangssperre verhängt worden. Es komme sporadisch zu Feuergefechten zwischen US-Soldaten und Getreuen Saddams. Das Central Command der US-Streitkräfte in Katar erklärte, der Kampf um Tikrit sei nicht vorbei. Der Norden der Stadt sei noch nicht unter US-Kontrolle.

Der Befehlshaber der US-Marineinfanteristen, General John Kelly, habe von vereinzeltem Widerstand berichtet, sagte ein El-Dschasira-Korrespondent. Einige Scharfschützen Saddams hätten sich zwischen Wohnhäusern positioniert.

Tikrit war die letzte grössere irakische Stadt, die die US-geführten Invasionstruppen gut drei Wochen nach Beginn des Krieges noch nicht eingenommen hatten. Sie gilt als Hochburg der Anhänger Saddams und seines Clans. Die US-Streitkräfte gehen davon aus, dass sich rund 2500 Saddam ergebene Kämpfer in der Stadt aufhalten.

Die Eroberung von Tikrit würde nach Einschätzung britischer Militärs das Ende des Irak-Krieges bedeuten. Tikrit ist der einzige Ort, wo noch Widerstand geleistet wird, sagte der britische Offizier Al Lockwood im US-Hauptquartier in Katar. Also gibt es eine sehr grosse Chance, dass bei einem Fall von Tikrit der Krieg beendet sein wird.

Derweil ist in der Stadt Nadschaf eine Konfrontation rivalisierender schiitischer Gruppen offenbar friedlich zu Ende gegangen.

Eine Gruppe bewaffneter Männer, die am Sonntag das Haus des führenden Geistlichen Ayatollah Ali Sistani belagert haben soll, sei abgezogen, sagte ein Berater Sistanis der Nachrichtenagentur Reuters in Kuwait-Stadt.

Zudem hätten Clan-Führer die Kontrolle über die von den US-Truppen eingenommene Stadt übernommen, um Sistani zu schützen. Nach Angaben seines Sprechers im Iran ist Sistani untergetaucht.

Einige Tage vor der jüngsten Konfrontation war der führende Kleriker Abdul Madschid el Choei in Nadschaf ermordet worden.

Die Gewalttaten in Nadschaf hatten Befürchtungen genährt, nach dem Sturz der irakischen Regierung durch die US-geführten Truppen könnte die nationale Einheit des Landes in Gefahr sein.

(fest/sda)

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