US-Truppen stossen auf heftigen Widerstand
publiziert: Sonntag, 23. Mrz 2003 / 13:35 Uhr

Bagdad - Die von den USA angeführten Streitkräfte stehen nach eigenen Angaben 200 Kilometer vor Bagdad. Allerdings stiessen sie am vierten Kriegstag auf heftige Gegenwehr. So gab es erneut Gefechte in Umm Kasr und anderen Städten.

Challenger 2 auf dem Vormarsch.
Challenger 2 auf dem Vormarsch.
Am Morgen war in der Hafenstadt Umm Kasr im Süden des Landes verschiedentlich Maschinengewehrfeuer zu hören. CNN meldete, dass auch die auf Bagdad vorrückenden Einheiten der amerikanischen 7. Kavalleriedivision erneut unter Granatfeuer gekommen seien. Aber auch die 3. US-Infanterie-Division stiess rund 70 Kilometer südöstlich der Stadt Nadschaf auf Widerstand, wie ein reuters-Korrespondent berichtete.

Dagegen blieb es in Bagdad weitgehend ruhig. Die US-Luftstreitkräfte flogen sporadische Einsätze. In der Nacht hatte es vier Angriffswellen gegeben.

Über Opfer des Krieges gibt es keine verlässlichen Informationen. In Bagdad sollen nach offiziellen irakischen Angaben bislang 3 Menschen getötet und mehr als 250 verletzt worden sein. Bei Luftangriffen auf Tikrit seien vier Menschen getötet worden.

In den Kämpfen um Basra seien 77 Zivilisten getötet und 366 Personen verwundet worden, teilte die irakische Regierung mit. Informationsminister Mohammed Sajjid el Sahhaf warf den US-geführten Truppen vor, über Basra Streubomben auf zivile Ziele abgeworfen zu haben.

El Sahhaf meldete zudem den Abschuss von fünf Flugzeugen und zwei Helikoptern. Vier Flugzeuge seien über Bagdad und eines über Basra abgeschossen worden. In US-Militärkreisen hiess es dazu, es würden weder Flugzeuge noch Piloten vermisst.

Dagegen bestätigten die USA und Grossbritannien, dass ein britisches Militärflugzeug bei Kuwait von einer "Patriot"-Rakete der US-Streitkräfte abgeschossen wurde. Bereits am Freitag und Samstag hatten Amerikaner und Briten drei Helikopter verloren. Dabei waren 19 Soldaten getötet worden.

Der Granatenanschlag auf ein US-Militärcamp in Kuwait mit einem Toten und mindestens zwölf Verletzten geht offenbar auf das Konto eines US-Soldaten. Ein Verdächtiger gestand die Tat laut Medienberichten. Der Soldat wird laut Pentagon verhört.

Bei den Kämpfen um Basra kam nach Angaben der russischen Agentur Itar-Tass ein russischer Journalist ums Leben. Am Freitag war bereits ein australischer Kameramann im Norden Iraks getötet worden. Mehrere Mitglieder der britischen Fernsehstation ITN werden noch vermisst.

(bert/sda)

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