US-Versicherungen verklagen El Kaida
publiziert: Donnerstag, 11. Sep 2003 / 07:32 Uhr

Washington - Mehrere grosse US-Versicherungen haben am Mittwoch die Terrororganisation El Kaida sowie ihre mutmasslichen Förderer verklagt.

Die zwei am meist gesuchtesten Terroristen Bin Laden und Ayman Al-Zawahiri.
Die zwei am meist gesuchtesten Terroristen Bin Laden und Ayman Al-Zawahiri.
Die Versicherungen verlangen Schadenersatz für ihre Verluste infolge der Anschläge vom 11. September.

El Kaida sowie die sie angeblich unterstützenden Regierungen und Organisationen seien verantwortlich für die Terroranschläge in den USA.

Daher trügen sich auch für die daraus resultierenden Einbussen der Versicherer die Verantwortung, heisst es in der bei den Bundesgerichten in New York und Washington eingereichten Sammelklage.

Als Förderer des Terrorismus werden in dem 78 Seiten starken Papier unter anderem Iran, Irak, Sudan, Syrien und Saudi-Arabien genannt.

Die Kläger, darunter Chubb Corp. und die US-Tochter der Münchner Rück, American Re, zahlten nach den Terroranschlägen vier Milliarden Dollar (5,5 Milliarden Franken) an Versicherte aus, wie das Anwaltsbüro Cozen O´Connor mitteilte.

Sie fordern nicht nur die Rückzahlung dieser Gelder, sondern auch erhebliche Schadenersatz- und Busszahlungen - insgesamt 300 Milliarden Dollar.

Erst am Dienstag hatte ein New Yorker Richter entschieden, dass die Angehörigen von Opfern der Terroranschläge Airlines und Flughafengesellschaften auf Schadenersatz verklagen dürfen.

(bsk/sda)

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