IS-Vormarsch im Irak
US-Verteidigungsminister erwartet weitere Bodeneinsätze
publiziert: Samstag, 24. Okt 2015 / 09:06 Uhr
US-Verteidigungsminister Ashton Carter betonte, dass die US-Truppen keinen neuen Kampfeinsatz im Irak beginnen würden.
US-Verteidigungsminister Ashton Carter betonte, dass die US-Truppen keinen neuen Kampfeinsatz im Irak beginnen würden.

Washington - Nach der Beteiligung von US-Soldaten an einem Einsatz gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak hat US-Verteidigungsminister Ashton Carter die Erwartung geäussert, dass es weitere derartige Bodeneinsätze geben wird.

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«Ich erwarte, dass wir mehr von dieser Art von Einsätzen machen», sagte Carter am Freitag. Am Donnerstag hatten sich US-Spezialkräften an einem Einsatz von kurdischen Peschmerga-Milizen gegen ein IS-Gefängnis beteiligt, aus dem rund 70 Gefangene befreit wurden. Bei dem Einsatz war ein US-Soldat getötet worden.

Wenn sich die Chance für Aktionen biete, um die Kampagne gegen die Dschihadisten voranzubringen, würden die US-Streitkräfte diese nutzen, sagte Carter. Der US-Verteidigungsminister betonte aber, dies bedeute nicht, dass die US-Truppen einen neuen Kampfeinsatz im Irak beginnen würden.

Derzeit sind 3500 US-Soldaten im Irak zur Ausbildung und Beratung der irakischen Armee und der kurdischen Milizen im Einsatz. Nach dem Willen von US-Präsident Barack Obama sollen sie sich am Boden nicht direkt an den Kämpfen gegen die Dschihadisten beteiligen.

Laut Carter hatten die US-Spezialkräfte die Peschmerga bei dem Einsatz am Donnerstag eigentlich nur mit Helikoptern unterstützen sollen, sich dann aber gezwungen gesehen, direkt in die Kämpfe einzugreifen.

Der Einsatz erlaubte, 70 Gefangene zu befreien, und wichtige Erkenntnisse über die IS-Miliz zu sammeln. Es war das erste Mal seit dem Abzug 2011, dass ein US-Soldat bei Kämpfen im Irak getötet wurde.

(asu/sda)

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