US-Waldbrandkatastrophe: Verdächtige verhaftet
publiziert: Donnerstag, 25. Okt 2007 / 08:51 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Okt 2007 / 09:07 Uhr

Los Angeles - Die schwerste Feuersbrunst in der Geschichte Kaliforniens hat Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. Fast eine Million Menschen sind auf der Flucht vor der Feuerwalze. Zugleich hat die Polizei den Verdacht, dass bei der Katastrophe auch Brandstiftung mit im Spiel ist.

Über Südkalifornien bildete sich eine riesige Rauchsäule.
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Die Zeitung «Los Angeles Times» berichtete, die Polizei habe nordöstlich von Los Angeles einen Verdächtigen erschossen und einen weiteren festgenommen. Zudem seien Häuser durchsucht worden.

«Es besteht der Verdacht, dass mindestens einer der Brandherde gelegt wurde», berichtete der US-Fernsehsender CNN mit Blick auf die zeitweise insgesamt mehr als 20 Brände in Südkalifornien.

Bis Mittwochnachmittag (Ortszeit) kämpften 7000 Feuerwehrleute am Rande der Erschöpfung. «Wir sind total am Ende, aber es bleibt keine Zeit, sich auszuruhen», sagte einer der Helfer. In manchen Gebieten erzielten die Einsatzkräfte erste Erfolge.

Brandschneisen geschlagen

«Wir haben Brandschneisen geschlagen und das Feuer dorthin gebracht, wo wir es haben wollen», sagte Feuerwehrmann Scott McLean, der einen Brandherd an der Grenze zu Mexiko bekämpft. Mittlerweile gibt es Hoffnung, dass sich die Lage nach viertägigem Kampf entspannt.

Meteorologen erwarten, dass die heftigen Winde zunehmend abflauen. «Wir rechnen damit, dass am Donnerstag alles ziemlich vorbei ist», sagte Noel Isla vom Büro des Nationalen Wetterdienstes. Fünf Brandherde seien am Mittwoch gelöscht worden, 15 Feuer brennen noch, hiess es.

Das Inferno hat mehr als 1700 Quadratkilometer in eine schwarze Wüste verwandelt - eine Fläche doppelt so gross wie Berlin. Weite Teile der amerikanischen Westküste lagen auch am Mittwoch unter einer schwarzen Wolke aus Rauch und Asche.

1500 Gebäude zerstört

Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, 70 wurden verletzt. Allein im Bezirk San Diego im Süden Kaliforniens hätten die Brände einen Schaden von mindestens einer Milliarde Dollar (1,18 Milliarden Franken) angerichtet, sagte ein Sprecher der Katastrophenbehörde.

Insgesamt legten die Flammen in Südkalifornien über 1500 Gebäude in Schutt und Asche. «Wir haben alles verloren und wissen nicht, wie es weiter gehen soll», sagte eine verzweifelte Mutter. Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger lobte die Hilfsarbeiten.

«Anders als bei früheren Katastrophen haben wir hier dafür gesorgt, dass die Leute vor Ort, der Staat und die Bundesbehörden ganz schnell handeln», sagte Schwarzenegger. Am Donnerstag will US-Präsident George W. Bush die Krisenregion besuchen.

(ht/sda)

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