Versorgungslage angespannt
USA: 40 Millionen Hühner wegen Vogelgrippe gekeult
publiziert: Samstag, 23. Mai 2015 / 22:14 Uhr
Alleine im US-Staat Iowa, dem grössten Eierproduzenten des Landes, wurden 25 Millionen Tiere gekeult, die meisten von ihnen Legehennen. (Symbolbild)
Alleine im US-Staat Iowa, dem grössten Eierproduzenten des Landes, wurden 25 Millionen Tiere gekeult, die meisten von ihnen Legehennen. (Symbolbild)

Washington - Zur Eindämmung der Vogelgrippe sind in den USA inzwischen fast 40 Millionen Hühner und anderes Geflügel gekeult worden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums aus dieser Woche sind mehr als 39 Millionen Vögel von dem aggressiven Erreger H5N2 betroffen.

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Industriekreisen zufolge hat die Epidemie den Preis für Eier in den USA seit Beginn des Ausbruchs um 80 Prozent in die Höhe katapultiert. Alleine im US-Staat Iowa, dem grössten Eierproduzenten des Landes, wurden 25 Millionen Tiere gekeult, die meisten von ihnen Legehennen.

«Das Ausmass dieses Ausbruchs ist ohne Beispiel. Wir müssen deswegen alle Schritte unternehmen, um die weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern», sagte Iowas Landwirtschaftsminister Bill Northey. Er rief schon am Donnerstag den Notstand aus, so dass nun unter anderem alle Geflügelschauen verboten sind, nachdem die Zahl der betroffenen Betriebe auf 63 gestiegen war.

Die besonders gefährliche Variante der Vogelgrippe war im vergangenen Jahr zunächst im US-Staat Washington aufgetaucht, sie wurde vermutlich von Wildtieren übertragen. Inzwischen sind 15 US-Staaten und die kanadischen Provinzen British Columbia und Ontario betroffen. Neben den Eierpreisen ist auch der Preis für Truthahnfleisch gestiegen.

Und auch wenn die Ansteckungszahlen zurückgehen, ist keine Entspannung bei den Preisen abzusehen. Die Epidemie klinge offenbar ab, sagte der Sprecher von Iowas Landwirtschaftsministerium, Dustin Vande Hoef. Das wärmere Wetter mache es für das Virus schwieriger zu überleben.

Aber es werde Zeit brauchen, um das gekeulte Geflügel zu ersetzen. Die angespannte Versorgungslage könne bis Ende des Jahres fortdauern.

(asu/sda)

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