USA: Freihandelszone mit dem Nahen Osten
publiziert: Freitag, 9. Mai 2003 / 16:51 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush will eine Freihandelszone im gesamten Nahen Osten mit den USA einrichten. Den Plan für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und dem Nahen Osten wolle er am Abend vorstellen, verlautete aus Regierungskreisen.

Bush strebt Freihandelszone mit dem Nahen Osten an.
Bush strebt Freihandelszone mit dem Nahen Osten an.
Die Freihandelszone könnte binnen zehn Jahren errichtet werden, hiess es. In seiner Rede werde Bush auch auf den Nahost-Friedensplan eingehen.

Bush wolle auch bekannt geben, dass US-Aussenminister Colin Powell und der Handelsbeauftragte Robert Zoellick an einem vom Weltwirtschaftsforum (WEF) organisierten Treffen im Juni in Jordanien teilnehmen. Dort sollten Massnahmen zur Beschleunigung von Wirtschaftsreformen im Nahen Osten zu erörtert werden.

Powell ist inzwischen zu seiner Nahost-Reise aufgebrochen. Powell wird am Samstag mit dem israelischen Regierungschef Ariel Scharon zusammentreffen. Anschliessend wird Powell zum palästinensischen Regierungschef Machmud Abbas reisen. Ein Treffen mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat ist nicht vorgesehen.

Während seiner einwöchigen Reise, will Powell auch Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien und zum Schluss Moskau besuchen. Auf der Tagesordnung von Powells Reise steht der so genannte Nahost-Fahrplan. Dieser vom Nahost-Quartett USA, Russland, der Europäischen Union (EU) und der UNO ausgearbeitete Fahrplan stellt die Gründung eines Palästinenserstaats bis 2005 in Aussicht.

Kurz vor Powells Abreise nach Israel feuerten militante Palästinenser Raketen auf die südisraelische Stadt Sderot ab. Nach israelischen Polizeiangaben wurde ein Mädchen leicht verletzt.

Zum Angriff bekannte sich die radikalislamische Hamas. Sie sprach von Vergeltung für die gezielte Tötung eines ihrer Mitglieder am Vortag durch die israelische Luftwaffe.

(bert/sda)

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