USA: Gefährdete wollen sich kaum impfen lassen
publiziert: Samstag, 31. Okt 2009 / 08:03 Uhr / aktualisiert: Samstag, 31. Okt 2009 / 10:14 Uhr

Washington - Trotz des Vormarsches der Schweinegrippe in den USA lassen sich nach Einschätzung von Experten zu wenig Amerikaner gegen den H1N1-Virus impfen. Auch bei gefährdeten Leuten ist die Bereitschaft laut dem Chef des US-Seuchenkontrollzentrums nicht besonders hoch.

Sogar bei Menschen mit Krankheitsbildern wie Asthma, Herz- und Lungenerkrankungen, würden nur die Hälfte nach einer Behandlung streben.
Sogar bei Menschen mit Krankheitsbildern wie Asthma, Herz- und Lungenerkrankungen, würden nur die Hälfte nach einer Behandlung streben.
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Es überrasche ihn, dass sogar bei den Menschen mit Krankheitsbildern wie Asthma, Herz- und Lungenerkrankungen, nur die Hälfte nach einer Behandlung strebe, kritisierte Thomas Frieden, der Chef des US-Seuchenkontrollzentrums CDC.

Bisher hätten sich in den USA 5,7 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, mindestens 1300 seien daran gestorben, darunter 114 Kinder. Die Zahl der Fälle steige in den meisten Bundesstaaten.

160 Millionen haben Vorrang

Laut der CDC haben in den USA etwa 160 Millionen Menschen Vorrang bei den Impfungen gegen die Schweinegrippe, da sie gefährdeter als andere seien. Dazu gehörten beispielsweise Kinder, Schwangere, Mitarbeiter des Gesundheitssystems oder Menschen mit Vorerkrankungen. Bisher seien 26,6 Millionen Dosen Impfstoff für den US-Markt produziert worden, teilte die CDC weiter mit.

In Frankreich, Deutschland, Italien und Österreich, wo bereits Impfkampagnen - vorab für das Gesundheitspersonal - begonnen haben, zeigt sich eine ähnliche Zurückhaltung wie in den USA: In Frankreich wollen sich laut einer Umfrage rund zwei Drittel der Einwohner impfen lassen.

In Deutschland lehnen zwei Drittel der Menschen eine Impfung ab. Auch in Österreich blieb ein Ansturm auf die Impfzentren aus. In der Schweiz beginnt die Impfkampagne Mitte November.

(tri/sda)

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