Aussenhandel
USA beschliessen weitere Importzölle im Solar-Streit mit China
publiziert: Samstag, 26. Jul 2014 / 09:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 26. Jul 2014 / 10:37 Uhr
Die neuen Zölle gelten zunächst nur vorläufig, könnten jedoch den amerikanisch-chinesischen Solar-Streit weiter anheizen.
Die neuen Zölle gelten zunächst nur vorläufig, könnten jedoch den amerikanisch-chinesischen Solar-Streit weiter anheizen.

Washington - Die USA verhängen weitere Zölle auf Solar-Importe aus China. Diese gelten zudem für entsprechende Einfuhren aus Taiwan, wie das Handelsministerium in Washington am Freitag mitteilte. Es begründete den Schritt damit, dass Solarmodule und Solarzellen aus diesen Ländern auf dem US-Markt zu günstig verkauft würden.

3 Meldungen im Zusammenhang
Eine Schlüsselrolle in dem Streit spielt der deutsche Solarworld-Konzern, dessen US-Tochter gegen chinesische Konkurrenten vorgeht. Diese profitieren den Vorwürfen zufolge von Zuschüssen der chinesischen Regierung und umgehen bereits 2012 eingeführte US-Zölle auf Solarmodule, indem sie dafür notwendige Zellen in Taiwan fertigen.

Abhilfe schaffen sollen die vom US-Handelsministerium vorgesehenen Konsequenzen. Nachdem es bereits im Juni besondere Abgaben beschloss, kommen nun die Anti-Dumping-Zölle hinzu.

Nach Angaben von Solarworld summieren sich die neuen Zölle für die meisten betroffenen Unternehmen auf durchschnittlich 47 Prozent des Einfuhrwertes. Bei den 2012 verhängten Massnahmen habe die Quote noch bei 31 Prozent gelegen.

Auch Europa im Clinch mit China

«Die heutigen Schritte dürften der US-Solarindustrie bei Expansion und Innovationen helfen», erklärte der Präsident von Solarworld Industries America, Mukesh Dulani. «Wir sollten nicht mit Dumping-Importen oder der chinesischen Regierung konkurrieren.»

Die neuen Zölle gelten zunächst nur vorläufig. Eine endgültige Entscheidung des Handelsministeriums soll bis zum 15. Dezember fallen. Sie könnte den amerikanisch-chinesischen Solar-Streit weiter anheizen.

Als Antwort auf die US-Strafen hat die Volksrepublik bereits in der Vergangenheit Aufschläge für die Einfuhr von Silizium aus den USA erhoben, das für die Herstellung von Sonnenkollektoren nötig ist. Solarimporte aus China sorgen auch in Europa für Proteste der Hersteller. Sie kritisieren, chinesische Firmen hielten sich häufig nicht an die mit der EU vereinbarten Mindestpreise.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Peking - China und die Europäischen ... mehr lesen
Die EU-Handelskommission entscheidet darüber, ob sie die Einfuhr von Solarmodulen aus China mit einem durchschnittlichen Zollsatz von 47 Prozent belegen soll. (Symbolbild)
Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang.
Potsdam/Berlin - Nach seinem Schweiz-Besuch ist der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang nach Deutschland weitergereist. In Stellungnahmen zum Streit mit der EU um ... mehr lesen
Shanghai - Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat kurz vor seinem ... mehr lesen
Die EU-Kommission hatte den EU-Staaten als Anti-Dumping-Massnahme gegen Billigimporte von Solarmodulen Strafzölle gegen China vorgeschlagen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
USA  Washington - Ein Metallteil, das über den Zaun des Weissen Hauses in Washington geworfen wurde, hat vorübergehend einen Alarm in der Residenz des US-Präsidenten ausgelöst. mehr lesen 
Achtens Asien Mit seinem Besuch in Vietnam hat US-Präsident Obama seine seit acht Jahren verfolgte Asienpolitik abgerundet. Die einstigen Todfeinde USA und Vietnam sind, wenn auch noch ... mehr lesen  
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem Fernsehsender CNN am Sonntag. mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Der 63-Jährige erhielt beim Parteitag am Sonntag im zweiten Wahlgang 55,8 Prozent der Stimmen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 7°C 6°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Schnee
Basel 8°C 8°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Schnee
St. Gallen 6°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen bewölkt, etwas Schnee
Bern 6°C 6°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Schnee
Luzern 7°C 7°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Schnee
Genf 6°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen bewölkt, etwas Schnee
Lugano 3°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten
 
 
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/seminar.aspx?ID=609&lang=de