USA beunruhigt über Lage in Usbekistan
publiziert: Dienstag, 17. Mai 2005 / 07:58 Uhr

Washington - Die USA haben das gewaltsame Vorgehen der usbekischen Behörden bei den Unruhen in Andischan verurteilt.

US-Aussenministerin Rice stützt die Regierung, verurteilt aber die Gewalttätigkeit der Behörden.
US-Aussenministerin Rice stützt die Regierung, verurteilt aber die Gewalttätigkeit der Behörden.
12 Meldungen im Zusammenhang
Washington sei zutiefst beunruhigt über die Berichte von der blutigen Niederschlagung der Demonstration am Freitag. US-Aussenamtssprecher Richard Boucher sagte in Washington, die US-Regierung verurteile die wahllose Anwendung von Gewalt gegen unbewaffnete Zivilisten und bedauere zutiefst den Verlust von Leben.

Washington habe die usbekische Regierung dazu aufgefordert, von Gewalt abzusehen, und tue dies auch weiterhin. Die US-Regierung verurteile jedoch auch Gewalttaten von Zivilisten wie bei der Erstürmung des Gefängnisses.

Politische Reformen gefordert

US-Aussenministerin Condoleezza Rice forderte den strategischen Verbündeten Usbekistan am Montag zu politischen Reformen aufgefordert. Wir haben die Regierung Karimow dazu ermutigt, Reformen umzusetzen, das System weiter zu öffnen, den Menschen ein politisches Leben zu ermöglichen, sagte Rice auf dem Heimflug von Irak.

In der usbekischen Unruhe-Stadt Andaschan waren in der Nacht zum Dienstag erneut Schüsse zu hören, wie ein AFP-Reporter berichtete. Wer die Urheber waren, war zunächst nicht festzustellen.

Annan ruft zu Zurückhaltung auf

UNO-Generalsekretär Kofi Annan rief alle Seiten in Usbekistan zur Zurückhaltung auf. Er verfolge die Entwicklung mit grosser Besorgnis, erklärte Annan in New York. Alle Beteiligten müssten die internationalen Rechte einhalten und vollständig mit den humanitären Hilfskräften in der Region zusammenarbeiten.

Bei der blutigen Niederschlagung der Unruhen waren in den vergangenen Tagen nach Schätzungen von Menschenrechtlern und Augenzeugenberichten mindestens 600 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung in Taschkent spricht lediglich von rund 70 Toten.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Die US-Regierung hat ... mehr lesen
Richard Boucher übt Druck auf Usbekistan aus.
Menschen flüchten aus der Krisenregion. Bild:Archiv
Taschkent - In der usbekischen ... mehr lesen
Washington - Die US-Regierung hat sich enttäuscht über die usbekische Zurückweisung einer Untersuchung der Unruhen ... mehr lesen
Langsam kommt wieder Leben in die Usbekische Öffentlichkeit.
Islam Karimow schaltet auf stur.
New York - Der usbekische ... mehr lesen
Andischan - Nach der blutigen Niederschlagung von Demonstranten im Osten Usbekistans haben erstmals ausländische Diplomaten ... mehr lesen
Andischan liegt ganz im Osten Usbekistans.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Taschkent/Moskau - Nach der ... mehr lesen
Das Fergana-Tal liegt im Zentrum Usbekistans.
Hunderte versuchen das Land derzeit zu verlassen. Bild: Archiv.
Bischkek - Einen Tag nach den ... mehr lesen
Andischan - Bei den schweren ... mehr lesen
In Usbekistan sind wohl mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen.
Die usbekische Provinz Andischan ist ein Projektgebiet der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).
Bern - Nach den Zusammenstössen ... mehr lesen
Andischan - Bei den blutigen ... mehr lesen
Das Militär feuerte mit Maschinengewehren auf die Aufständischen. (Archiv)
Andischan - Soldaten der zentralasiatischen Republik Usbekistan haben offenbar einen Aufstand gegen die autoritäre Staatsführung im Osten des Landes niedergeschlagen. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Chinas Aktivitäten sollen besser beobachtet werden.
Chinas Aktivitäten sollen besser beobachtet ...
Inselstreit im Ostchinesischen Meer  Tokio - Japans Militär hat in der Nähe umstrittener Inseln im Ostchinesischen Meer eine Radarstation in Betrieb genommen. Eine auf der japanischen Insel Yonaguni stationierte Einheit der Streitkräfte soll fortan Chinas Aktivitäten in dem Seegebiet beobachten. mehr lesen 
Panikkäufe in Bangladesch  Dhaka/Oberursel - Die Preise für Reis versetzen Entwicklungsländer wie Bangladesch in Schockstarre. So hat das arme Land angekündigt, bis Ende Juni doppelt so viel von dem Grundnahrungsmittel zu importieren wie bislang geplant. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 12°C 15°C viele Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass freundlich
Basel 12°C 17°C unwetterartige Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
St. Gallen 10°C 13°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 10°C 15°C unwetterartige Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 11°C 15°C unwetterartige Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen freundlich
Genf 12°C 15°C viele Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 12°C 18°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten