USA droht Usbekistan
publiziert: Samstag, 21. Mai 2005 / 08:45 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Mai 2005 / 11:04 Uhr

Washington - Die US-Regierung hat sich enttäuscht über die usbekische Zurückweisung einer Untersuchung der Unruhen vergangener Woche geäussert.

Langsam kommt wieder Leben in die Usbekische Öffentlichkeit.
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Sie droht, die für dieses Jahr vorgesehenen Zahlungen an Usbekistan in Höhe von 22 Mio. Dollar zurückzuhalten.

"Bereits im vergangenen Jahr hat die US-Regierung 11 Mio. Dollar nicht an Taschkent ausgezahlt", sagte ein Sprecher des US-Aussenministeriums. Sowohl öffentlich als auch über andere Kanäle dringe Washington weiter auf eine transparente Bestandsaufnahme der Ereignisse in Andischan im Osten des Landes.

Lage unter Kontrolle

Der usbekische Präsident Islam Karimow hatte zuvor eine unabhängige Untersuchung des Aufstands abgelehnt. Karimow habe UNO-Generalsekretär Kofi Annan in einem Telefonat mitgeteilt, dass die Lage unter Kontrolle sei und daher keine weiteren Ermittlungen notwendig seien, sagte ein UNO-Sprecher in New York.

Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen und der usbekischen Opposition starben am 13. Mai bis zu tausend Menschen, als Soldaten auf Demonstranten in Andischan und mindestens drei weiteren Städten in der Region schossen. Die Regierung spricht von 169 Toten und behauptet, sie habe einen Aufstand von islamischen Extremisten niedergeschlagen.

Möglicher Wandel der Sicherheitslage

Die usbekische Führung kooperiert eng mit den USA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. In der früheren Sowjetrepublik sind unter anderem Soldaten aus den USA stationiert.

Wegen der Unruhen in Usbekistan hat die US-Armee jetzt jedoch ihre Aktivitäten reduziert. "Die Massnahme ist eine Reaktion auf einen möglichen Wandel in der Sicherheitslage", sagte der für die Region zuständige Chef des US-Zentralkommandos, General John Abizaid.

(kst/sda)

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