USA einigen sich mit Russland und China
publiziert: Donnerstag, 1. Jun 2006 / 07:09 Uhr

Washington/Monterey - China und Russland lehnen die Androhung von Sanktionen gegen den Iran im Streit um dessen Atomprogramm nicht länger ab.

Der UNO-Sicherheitsrat könnte wieder im Atomstreit verhandeln.
Der UNO-Sicherheitsrat könnte wieder im Atomstreit verhandeln.
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Dies sagte ein ranghoher Beamter der US-Regierung am Mittwoch in Washington.

Beide Länder seien bereit, wieder den UNO-Sicherheitsrat wieder mit dem Atomstreit zu betrauen, falls der Iran in den Verhandlungen nicht einlenke.

Dies würde bedeuten, dass möglicherweise Sanktionen gegen den Iran verhängt werden, wenn es keine Einigung mit der Führung in Teheran gibt.

Russland und China hatten Strafen gegen den Iran bislang abgelehnt. Die Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat - Frankreich, Grossbritannien, die Vereinigten Staaten, Russland und China - sowie Deutschland wollten am Donnerstag in Wien über das weitere Vorgehen in der Krise beraten.

Direkte Gespräche

Zuvor hatten die USA dem Iran direkte Gespräche im Rahmen multilateraler Verhandlungen angeboten.

Seine Regierung werde bei der diplomatischen Lösung des Konflikts eine Führungsrolle übernehmen, sagte US-Präsident George W. Bush in Washington. Bedingung sei allerdings, dass der Iran seine Urananreicherung aussetze.

Der Iran reagierte zurückhaltend. Die Tatsache, dass die USA ihre Gesprächsbereitschaft geäussert haben, könne zwar positiv gewertet werden.

«Aber die Vorbedingungen der USA sind nicht angemessen», sagte der aussenpolitische Sprecher des Parlaments in Teheran, Kasem Dschalali, am Mittwoch der Nachrichtenagentur ISNA zufolge.

Bush könnte Iran die Schuld geben

Einige europäische Diplomaten zeigten sich deshalb skeptisch über den US-Vorschlag.

Möglicherweise rechneten die USA gar mit einer ablehnenden Haltung der Regierung in Teheran.

Dann nämlich könne Bush dem Iran die Schuld am Scheitern geben, sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter Diplomat, der anonym bleiben wollte.

(rr/sda)

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