Nachfolgekarusell um IWF-Vorsitz dreht sich
USA fordert Ersatz für Strauss-Kahn
publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2011 / 15:59 Uhr
Dominique Strauss-Kahn ist politisch am Boden.
Dominique Strauss-Kahn ist politisch am Boden.

Berlin/Washington - Die Tage des inhaftierten Dominique Strauss-Kahn als IWF-Chef scheinen gezählt. Am Mittwoch verlor der Franzose den Rückhalt der USA, des wichtigsten Geberlandes des Währungsfonds. Strauss-Kahn sei «offensichtlich nicht in der Lage», den IWF zu lenken, sagte US-Finanzminister Timothy Geithner in New York.

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Einen Nachfolgekandidaten haben die USA bislang nicht ins Spiel gebracht. Sie fordern dagegen eine Übergangslösung für den wichtigen Posten: «Es ist wichtig, dass der Verwaltungsrat formell jemanden für eine Übergangszeit einsetzt, der als geschäftsführender Direktor agieren kann», zitierte das «Wall Street Journal» Timothy Geithner.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass der IWF trotz der gegenwärtigen Herausforderung seine Rolle in der Finanzwelt spielen werde: «Da passiert gerade eine Menge in der Welt, und da möchte man, dass der Währungsfonds hilfreich ist», betonte er. «Ich bin aber überzeugt, dass er dazu in der Lage sein wird.» Der IWF hatte zuvor Strauss-Kahns Stellvertreter John Lipsky mit der Führung der einstweiligen Geschäfte beauftragt.

Strauss-Kahn ist wegen sechs Straftaten angeklagt, für die er mehr als 70 Jahre Haft bekommen kann. Er soll am Samstag ein Zimmermädchen in einem New Yorker Hotel überfallen und sexuell bedrängt haben. Derzeit sitzt er auf einer Gefängnisinsel in New York ein.

Nachfolgedebatte

Zwar gilt die Unschuldsvermutung, doch die Nachfolgedebatte ist längst in vollem Gang: Zu den Namen, die für den IWF-Chefposten genannt werden, gehören Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde und der britische Ex-Premier Gordon Brown.

Als mögliche deutsche Kandidaten im Gespräch sind Thomas Mirow, der Chef der in London ansässigen Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, sowie der frühere Finanzminister Peer Steinbrück und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.

(bert/sda)

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