Keine Lösung in Sicht
USA geben Russland Mitschuld an Unterbrechung der Syrien-Gespräche
publiziert: Donnerstag, 4. Feb 2016 / 07:00 Uhr
John Kerry sieht die Schuld eindeutig auch bei Russland.
John Kerry sieht die Schuld eindeutig auch bei Russland.

Washington - Die USA haben Russland eine Mitschuld an der dreiwöchigen Unterbrechung der Syrien-Friedensgespräche in Genf gegeben. US-Aussenminister John Kerry warf Moskau - und der syrischen Führung in Damaskus - vor, eine militärische Lösung des Konflikts vorzuziehen.

3 Meldungen im Zusammenhang
Kerry forderte während seines Aufenthalts in London «das Regime und seine Unterstützer» auf, das Bombardement der Opposition, vor allem in Aleppo, zu beenden. Diese Luftangriffen hätten die Friedensbemühungen in Genf behindert, hatte zuvor bereits ein Sprecher Kerry gesagt.

Die Genfer Gespräche seien «teilweise» auch deshalb vertagt worden, weil es «schwierig» sei, eine politische Lösung zu finden, während humanitäre Hilfe behindert und Unschuldige getötet würden, sagte Sprecher John Kirby.

Die russischen Luftangriffe richteten sich nicht gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), sondern «fast ausschliesslich» gegen die syrische Opposition, kritisierte er. Zum wiederholten Mal gebe es Berichte über getötete Zivilisten, Vertreibungen und Behinderungen humanitärer Hilfe.

Washington fordere Moskau daher erneut auf, «militärische Energie» gegen den IS zu richten und nicht «gegen die Opposition oder unschuldige Zivilisten».

Kritik auch aus Frankreich

Auch der französische Aussenminister Laurent Fabius kritisierte die «brutale Offensive» der syrischen Regierungstruppen «mit der Unterstützung Russlands». Das Ziel der Angriffe sei, «Aleppo und seine hunderttausenden Einwohnern einzukesseln und zu ersticken», erklärte Fabius am Mittwochabend in Paris.

Frankreich unterstütze die Entscheidung des UNO-Vermittlers Staffan de Mistura, die Syrien-Gespräche zu vertagen, erklärte Fabius. Weder die Regierung von Präsident Baschar al-Assad noch seine «Unterstützer» hätten sich wirklich an den Verhandlungen beteiligt. Stattdessen hätten sie die Friedensbemühungen mit ihrem Vorgehen «torpediert».

Intensive Kämpfe um Aleppo

De Mistura hatte zuvor verkündet, dass die Gespräche unter Vermittlung der UNO bis zum 25. Februar «vorübergehend unterbrochen» seien. De Mistura hatte seit Freitag in getrennten Treffen mit Vertretern der syrischen Regierung und ihrer Gegner versucht, die Verhandlungen zur Beendigung des Bürgerkriegs zum Laufen zu bringen.

Die syrische Armee war am Mittwoch weiter auf Aleppo vorgerückt und kappte nach Militärangaben die letzte Versorgungsroute der Rebellen von der Stadt zur türkischen Grenze. Die Metropole Aleppo selbst ist geteilt: Den Westen kontrollieren Regierungstruppen, den Osten die Rebellen.

(pep/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Quito - Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat ein Ende der russischen Bombenangriffe in Syrien gefordert. ... mehr lesen
Recep Tayyip Erdogan spricht deutliche Worte.
UNO-Syrienbeauftragter Staffan de Mistura. (Archivbild)
Genf - Die Genfer Friedensgespräche für Syrien werden bis Ende des Monats ausgesetzt, noch bevor sie richtig begonnen haben. ... mehr lesen
Genf - Das wichtigste syrische Oppositionsbündnis schickt nun auch seinen Chef zu den Friedensverhandlungen ... mehr lesen
Die Lage in Syrien ist weiterhin heikel.
Vor weiteren Gesprächen seien Fortschritte bei der Waffenruhe und Hilfslieferungen nötig, sagte de Mistura.
Vor weiteren Gesprächen seien ...
Zusammenkunft momentan nicht möglich  Genf - Die Friedensgespräche für Syrien in Genf werden nach UNO-Angaben frühestens in einigen Wochen wieder aufgenommen werden können. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen werde keine neue Gesprächsrunde beginnen, sagte der UNO-Sondergesandte Staffan de Mistura. 
Der syrische Staatschef Baschar al-Assad (links) hat Ende Februar überraschend Parlamentswahlen für den 13. April angesetzt. (Archivbild)
Syrer sollen neuen Präsidenten wählen Moskau - Im Bürgerkriegsland Syrien sollen in spätestens anderthalb Jahren unter UNO-Aufsicht ein neuer Präsident und ein neues ...
UNO ruft zur Sonderrunde wegen Syrien auf Genf - Die bevorstehende Runde der Syrien-Friedensgespräche soll sich laut ...
Syrien-Friedensgespräche in Genf um zwei Tage verschoben Genf/Damaskus - Die Wiederaufnahme der Friedensgespräche für ...
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende ...   1
G7 wollen Konjunktur ankurbeln Ise-Shima - Kompromiss in Wirtschaftsfragen, Enttäuschung in der Flüchtlingskrise und Streit mit China. Der erste Tag des G7-Gipfels in Japan ...
G7-Staaten beraten über unsichere Lage der Weltwirtschaft Ise-Shima - Mit Beratungen über Gefahren für die Weltwirtschaft haben die Staats- und Regierungschefs der ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3936
    Unglaublich... was diese angeblichen "Flüchtlinge" da abziehen. Das sind keine ... heute 12:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3936
    "Flüchtlingskrise" Lösen kann man das Problem nur in den Ländern aus denen die Leute ... heute 09:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3936
    Deutschland... ist eines der wenigen Länder, das sich enorm mit der Integration der ... Mi, 25.05.16 13:42
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3936
    Der... Grund für die Misere liegt ganz woanders und ist im Prinzip sehr ... Di, 24.05.16 11:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3936
    "Flüchtlingslager-Räumung" Gut für die Einwohner von Idomeni, die nun bald ihr Leben, ihre ... Di, 24.05.16 10:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1760
    Im letzten Moment die Kurve gekriegt! Den Oesterreichern herzlichen Glückwunsch! Unter den Rechten gehts ... Mo, 23.05.16 18:01
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3936
    R. Erdogans... Berater Burhan Kuzu sandte bereits am 10. 5. 2016 eine Drohung gen EU, ... Mo, 23.05.16 17:21
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3936
    In... Syrien gibt es einen Krieg im Krieg. Es herrscht in Syrien schon lange ... Mo, 23.05.16 15:16
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 13°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Basel 13°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Gewitter möglich
St. Gallen 14°C 23°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
Bern 13°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter Gewitter möglich
Luzern 14°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen gewitterhaft
Genf 12°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter Gewitter möglich
Lugano 16°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Gewitter möglich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten