USA gegen bilaterale Verhandlungen mit Nordkorea
publiziert: Donnerstag, 28. Aug 2003 / 07:19 Uhr

Peking - Im Streit um Nordkoreas Atomprogramm wollen sich die USA nicht auf formelle bilaterale Verhandlungen mit Pjöngjang einlassen. Das betonten US-Diplomaten nach informellen Kontakten am ersten Tag der Sechser-Gespräche in Peking.

US-Diplomaten haben sich gegen bilaterale Verhandlungen mit Nordkorea ausgesprochen.
US-Diplomaten haben sich gegen bilaterale Verhandlungen mit Nordkorea ausgesprochen.
Washington wertete die dreitägigen Gespräche als Anfang eines Prozesses, wie eine Sprecherin am Donnerstag in Peking sagte. Die USA, China, Südkorea, Russland und Japan wollen Nordkorea dazu bewegen, sein wieder aufgenommenes Atomprogramm einzustellen.

Dafür werden Sicherheitsgarantien und Wirtschaftshilfe in Aussicht gestellt. Die Forderung Nordkoreas nach einem formellen Nichtangriffspakt lehnen die USA aber ab.

Im Mittelpunkt des zweiten Tages der Gespräche im chinesischen Staatsgästehaus im Westen Pekings standen Diskussionen, nachdem am Vortag alle Delegationen ihre Eröffnungserklärungen abgegeben hatten.

Nach Angaben aus Delegationskreisen gab es bislang keine Annäherung der gegensätzlichen Positionen oder Zugeständnisse. Ein Durchbruch wurde von den Gesprächen auch nicht erwartet, doch wäre es schon ein Fortschritt, wenn sich alle Teilnehmer auf eine Fortsetzung einigen würden.

(tr/sda)

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