USA leiden unter Personalmangel im Irak
publiziert: Mittwoch, 20. Jun 2007 / 07:45 Uhr

Bagdad - Der neue US-Botschafter im Irak, Ryan Crocker, hat sich bei Aussenministerin Condoleezza Rice über einen Mangel an qualifiziertem Personal beschwert. Das Ministerium habe auf Crockers Kritik reagiert und werde mehr Personal bereitstellen, sagte Rices Sprecher Sean McCormack.

Nicht zufrieden mit seinem Personal: Der Botschafter im Irak Ryan Crocker.
Nicht zufrieden mit seinem Personal: Der Botschafter im Irak Ryan Crocker.
Die «Washington Post» hatte zuvor aus einem ungewöhnlich harschen Schreiben des Botschafters an Rice zitiert. «Wir können nicht die wichtigste Aufgabe des Landes erledigen, wenn wir nicht die besten Leute des Ministeriums dafür haben», hiess es in dem Schreiben.

Die Ausstattung der Botschaft müsse der Tatsache Rechnung tragen, dass sich die USA im Irak in einem wichtigen Krieg befänden, zitierte die Zeitung aus dem Schreiben. «Dies ist bislang noch nicht der Fall», kritisierte Crocker demnach.

Grösste US-Vertretung im Ausland

Mit mehr als 1000 US-Angestellten und weiteren 4000 Mitarbeitern aus anderen Ländern ist die US-Mission in Bagdad die grösste diplomatische Vertretung der USA im Ausland überhaupt.

Im vergangenen Dezember hatte ein überparteilicher Untersuchungsbericht des US-Kongresses - der sogenannte Baker-Hamilton-Bericht - bemängelt, dass nur sechs US-Diplomaten an der Vertretung in Bagdad die Landessprache Arabisch fliessend beherrschten.

Auftrieb für die Karriere

Ein namentlich nicht genannter Ministeriumsmitarbeiter sagte der «Washington Post», viele Mitarbeiter der Botschaft in Bagdad seien zu jung, zu unerfahren und zu wenig qualifiziert für ihre Aufgaben.

Sie liessen sich auf die schwierigen Posten im Irak versetzen, um ihrer künftigen Karriere Auftrieb zu geben. Angesichts der Grösse der Aufgaben und des Mangels an qualifiziertem Personal sei Botschafter Crocker «in Panik», zitierte die «Washington Post» den Mitarbeiter.

(ht/sda)

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