Behörden greifen ein
USA: öffentliche Koran-Verbrennung verhindert
publiziert: Donnerstag, 12. Sep 2013 / 10:33 Uhr
Jones war mit einem Pickup unterwegs gewesen, beladen mit benzingetränkten Koran-Ausgaben.
Jones war mit einem Pickup unterwegs gewesen, beladen mit benzingetränkten Koran-Ausgaben.

Miami - Die US-Behörden haben nach Medienberichten eine Koran-Verbrennung verhindert.

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Der wegen seiner islamfeindlichen Haltung über die USA hinaus bekannte Pastor Terry Jones wurde am Mittwoch in der Stadt Mulberry im Bundesstaat Florida festgenommen. Jones war mit einem Pickup unterwegs gewesen, beladen mit benzingetränkten Koran-Ausgaben, wie die Zeitung «Orlando Sentinel» berichtete. Auf der Ladefläche fanden Beamte neben rund 3000 Koran-Büchern auch einen grossen Grill und Reservebehälter mit Kerosin.

Dem 61-Jährigen drohe eine Anklage wegen illegalen Transports von Treibstoff und dem offenen Tragen einer Schusswaffe, hiess es in dem Bericht weiter. Jones wollte nach Angaben auf seiner Website 2998 Koran-Ausgaben anlässlich des Jahrestags der Anschläge vom 11. September 2001 öffentlich verbrennen. Die Festnahme erfolgte demnach kurz vor dem Start der Aktion. Zusammen mit Jones sei ein stellvertretender Pastor festgenommen worden.

Nicht das erste Mal

Jones gehört einer christlichen Splittergruppe in Florida an. Bereits im Jahr 2010 löste er weltweit Entrüstung aus, als er am 9/11-Jahrestag den Koran verbrennen wollte.

Er sagte die Aktion zunächst ab, holte sie dann aber wenige Monate später nach. Ausserdem warb er für den islamfeindlichen Film «Die Unschuld der Muslime». Der Film löste in der muslimischen Welt teils gewalttätige Proteste aus, bei denen zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

(asp/sda)

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