USA reagieren vorsichtig
publiziert: Samstag, 15. Jan 2005 / 09:26 Uhr

Seoul - Nordkorea hat sich zur Wiederaufnahme der Gespräche über ein Ende seines Atomprogramms und einer Verbesserung der Beziehungen mit den USA unter bestimmten Bedingungen bereit erklärt.

Richard Boucher, amerikanischer Aussenamtssprecher. Bild: Archiv.
Richard Boucher, amerikanischer Aussenamtssprecher. Bild: Archiv.
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Das Land wolle die USA als Freund behandeln, sofern Letztere nicht das System Nordkoreas verunglimpfen und sich in dessen innere Angelegenheiten einmischen, hiess es am Freitag in einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA in Pjöngjang.

Dies wurde dem Bericht zufolge einer Gruppe von US-Abgeordneten unter Leitung des Republikaners Curt Weldon bei einem Besuch in in der nordkoreanischen Hauptstadt vermittelt.

Zeichen für Wiederaufnahme

"Wir hoffen, dass die nordkoreanischen Stellungnahmen tatsächlich ein Zeichen für die Wiederaufnahme der Gespräche sind", sagte der Sprecher des US-Aussenministeriums am Freitag (Ortszeit) in Washington.

"Bedingung ist, dass in den Gesprächen in vollem Umfang das nordkoreanische Nuklear-Programm thematisiert weird", sagte Richard Boucher. Pjöngjang habe jedoch noch keinen der Verhandlungspartner der Sechs-Nationen-Gespräche informiert.

Positive Bilanz

Weldon selber zog am Freitag auf einer Pressekonferenz in Seoul eine positive Bilanz seiner Gespräche in Pjöngjang, wo die Delegation unter anderen den Parlamentspräsidenten und Nummer Zwei in der Machthierarchie, Kim Yong Nam, traf. Sie hätten den Standpunkt Washingtons erläutert, das Land nicht angreifen und keinen Regimewechsel herbeiführen zu wollen.

Nach Überzeugung Weldons, der nicht im Auftrag Washingtons nach Nordkorea gereist war, ist die Wiederaufnahme der Sechsergespräche eine Frage von Wochen und nicht Monaten.

Nordkoreas Boykott

Nordkorea hatte im September eine vereinbarte vierte Runde unter Beteiligung der beiden koreanischen Staaten, der USA, Chinas, Russlands und Japans boykottiert.

Seit August 2003 fanden drei Verhandlungsrunden statt, die ohne nennenswerte Ergebnisse endeten. Nordkorea fordert als Gegenleistung für seinen Verzicht auf Atomwaffen neben wirtschaftlichen Hilfen auch ausdrückliche Sicherheitsgarantien Washingtons. Dies wurde von der US-Regierung Bush bislang abgelehnt.

(bsk/sda)

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