USA schickt zusätzliche Truppen in den Westpazifik
publiziert: Dienstag, 4. Mrz 2003 / 23:13 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 4. Mrz 2003 / 23:30 Uhr

Washington/Seoul - Nach dem militärischen Zwischenfall im Luftraum über dem Japanischen Meer haben die USA zusätzliche Truppen in den Westpazifik beordert. Nach US-Angaben handelt es sich dabei um eine Vorsichtsmassnahme.

US-Amerikanisches Spionageflugzeug vom Typ RC 135. (Archiv)
US-Amerikanisches Spionageflugzeug vom Typ RC 135. (Archiv)
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Parallel zur Verlegungsbefehl an die zusätzlichen Truppen begann ein grosses gemeinsames Manöver von südkoreanischen und US-amerikanischen Streitkräften im Süden der geteilten Halbinsel. Das Manöver soll einen Monat lang dauern.

Die Krise zwischen Washington und Pjöngjang hatte sich deutlich verschärft, nachdem vier nordkoreanische Kampfjets am Sonntag ein US-Spionageflugzeug über dem Japanischen Meer abgefangen hatten. Ein Mitarbeiter des US-Aussenministeriums sagte, bei dem Vorfall handle es sich um einen noch nie dagewesenen provokativen Akt.

Die nordkoreanischen Kampfjets vom Typ MiG-19 hätten sich bis auf 15 Meter dem US-Flugzeug genähert, sagte ein Pentagon-Sprecher. Einer der Jets habe die US-Maschine vom Typ RC-135 mit seinem Zielradar angeleuchtet und sie 20 Minuten lang begleitet.

Der Luftzwischenfall ereignete sich vor dem Hintergrund des Konflikts um das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm. Nordkorea hatte den USA in der vergangenen Woche mehrfach über seine amtlichen Medien vorgeworfen, Spionageflüge in seinem Luftraum zu unternehmen. Das Pentagon hatte dies zurückgewiesen.

Der Vorfall ereignete sich kurz bevor am Dienstag in Südkorea das jährliche gemeinsame Feldmanöver der US-Truppen und Südkoreas unter dem Codenamen Foal Eagle begann. Nach US-Militärangaben soll das Manöver im ganzen Land abgehalten werden.

In Südkorea sind derzeit bereits 37 000 US-Soldaten als Abschreckung gegen militärische Bedrohungen durch Nordkorea stationiert.

(fest/sda)

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