Differenzen zwischen USA und China
USA und China kommen sich bei heiklen Themen nicht näher
publiziert: Mittwoch, 5. Sep 2012 / 14:32 Uhr
Clinton rief China zu Verhandlungen mit der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN auf. (Archivbild)
Clinton rief China zu Verhandlungen mit der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN auf. (Archivbild)

Brüssel - Die Gespräche von US-Aussenministerin Hillary Clinton in China haben keinen Durchbruch gebracht. Zu unterschiedlich sind die Meinungen zur Syrien-Krise und zu Chinas Territorialansprüchen im Südchinesischen Meer.

10 Meldungen im Zusammenhang
Nach Gesprächen in Peking demonstrierten Clinton und ihr Amtskollege Yang Jiechi am Mittwoch vor der Presse zwar den Willen beider Länder, ungeachtet der Spannungen weiter konstruktive Beziehungen pflegen zu wollen.

Die US-Aussenministerin zeigte sich aber «enttäuscht» über die Haltung Chinas und Russlands in der Syrien-Krise. Beide Länder hatten mit ihrem Veto im UNO-Sicherheitsrat bisher ein härteres Vorgehen gegen das Regime in Damaskus verhindert.

«Je länger das dauert, umso grösser ist das Risiko, dass die Krise sich ausbreitet», warnte Clinton. Es gebe bereits Auswirkungen auf den Libanon, Jordanien und die Türkei. Chinas Aussenminister Yang bekräftigte die Position der Nicht-Einmischung.

Streit um Territorialansprüche

Im Streit Chinas mit seinen südostasiatischen Nachbarn um Territorialansprüche im rohstoffreichen Südchinesischen Meeresgebiet gab es ebenfalls keine Annäherung. Yang erklärte: «China übt Souveränität über die Inseln im Südchinesischen Meer und die naheliegenden Gewässer aus.»

Die fernab vom chinesischen Festland gelegenen Inseln und Riffe werden auch von den Philippinen, Vietnam, Malaysia, Taiwan und Brunei beansprucht.

Clinton rief China zu Verhandlungen mit der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN auf. Die Erarbeitung eines entsprechenden Verhaltenskodex sei in «jedermanns Interesse», sagte sie. Auch Yang erklärte, der Streit müsse auf dem Weg «direkter Verhandlungen» gelöst werden.

Clinton beteuerte, die USA ergriffen in dem Konflikt nicht Partei für eine Seite. Chinesische Kommentatoren hatten zuvor Clintons Position kritisiert, dass die freie Schifffahrt im Südchinesischen Meer «nationale Interessen» der USA berührten. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua beschrieb die USA als «heimtückischen Unruhestifter», der hinter einigen Nationen die Fäden ziehe.

Treffen mit Xi geplatzt

Clinton traf in Peking auch mit Präsident Hu Jintao zusammen. Dieser lobte die solide Basis der US-chinesischen Beziehungen. Ein geplantes Treffen mit Hus Stellvertreter Xi Jinping, der künftiger Staatschef werden dürfte, kam aus «unerwarteten terminlichen Gründen» nicht zustande, wie ein US-Vertreter mitteilte.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Phnom Penh - Ungeachtet des Territorialstreits um Inseln im südchinesischen Meer ... mehr lesen
US-Präsident Barack Obama versuchte in Phnom Penh die Wogen zu glätten. (Archivbild)
Wladiwostok - Die USA wollen im Fall einer weiteren Blockadehaltung Russlands im Syrien-Konflikt notfalls mit gleichgesinnten ... mehr lesen
US-Aussenministerin Hillary Clinton
Der «konfrontative Schritt» trage nicht zur Lösung bei, sagte Sergej Lawrow. (Archivbild)
Wladiwostok - Im Syrienkonflikt hat Russlands Aussenminister Sergej Lawrow die geplante Bildung einer Übergangsregierung ... mehr lesen
Wladiwostok - China will trotz eines abgeschwächten Wachstums seine Rolle als globaler Konjunkturmotor ... mehr lesen
Hu räumte ein, dass ein Wachstum wie im vergangenen Jahr schwer zu übertreffen sei. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Peking - Der Streit über Chinas Territorialansprüche im rohstoffreichen Südchinesischen Meer überschattet den Besuch von US-Aussenministerin Hillary Clinton in China. mehr lesen 
Senkaku-Inseln - Die Provokationen um die Senkaku-Inseln im Ostchinesischen Meer gehen weiter. Trotz Protesten aus Peking und eines Verbots der japanischen Behörden haben japanische Aktivisten die von Japan und von China beanspruchten umstrittenen Inseln betreten. mehr lesen 
Ilulissat - Die fünf Anrainerstaaten der Arktis wollen kein Wettrennen um die gigantischen Bodenschätze am Nordpol. ... mehr lesen
Das UNO-Recht solls klären. - Wem gehört die Arktis?
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der ...
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene Offensive zurückzuschlagen, seien gescheitert. 
Russland und Westen kooperieren bei Syrien-Hilfe Berlin - Russland und westliche Staaten arbeiten bei der humanitären ...
Dschihadisten bei Luftangriffen in Syrien getötet Beirut - Bei Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von ... 1
Pentagon: IS-Kommandant der irakischen Provinz Al-Anbar getötet Washington - Bei einem Luftangriff der US-geführten ... 1
Armee: Feuerpause für Aleppo um weitere 48 Stunden verlängert Damaskus - Die seit einigen Tagen geltende Feuerpause für ... 1
Europol will europaweite Datei mit Namen gefährlicher Islamisten Berlin - Europol-Direktor Rob Wainwright hat sich wegen der hohen Bedrohung durch ...
Jedes Land verfüge über eine eigene Definition des Begriffs «Foreign Fighter» (ausländischer Kämpfer).
Frank-Walter Steinmeier hatte den Vorsitz.
OSZE beklagt Gewalt gegen Zivilbeobachter in der Ost-Ukraine Berlin - Die OSZE beklagt eine zunehmende Drangsalierung ihrer Beobachter in den Konfliktgebieten in der ...
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 725
    Radikale führen immer . . . . . . in die Sackgasse. Es ist auch die Linke, die die AfD gefördert ... heute 07:36
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3942
    Der... Krieg in Syrien wird einmal ein Ende finden. Daher wird es viele ... So, 29.05.16 13:20
  • Kassandra aus Frauenfeld 1764
    Sag ich doch seit Jahren, die Extremen landen immer dort, wo sich sie sich niemals wiederfinden ... So, 29.05.16 12:29
  • Kassandra aus Frauenfeld 1764
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3942
    Die... Linkspartei hat mehrere Probleme: Die Westausdehnung ist offenbar ... So, 29.05.16 11:39
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1764
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
  • Kassandra aus Frauenfeld 1764
    So sehe ich das auch! Es kann weder in einer Gesellschaft noch im weltweiten Rahmen lange gut ... Sa, 28.05.16 20:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 9°C 18°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt stark bewölkt, Regen
Basel 13°C 19°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 11°C 17°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 12°C 15°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt stark bewölkt, Regen
Luzern 11°C 19°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 12°C 15°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt stark bewölkt, Regen
Lugano 14°C 20°C Gewitter möglichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten