Syrien-Beauftragter
USA und Grossbritannien unterstützen Brahimi
publiziert: Samstag, 18. Aug 2012 / 09:36 Uhr
Der neue Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi.
Der neue Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi.

New York/London - Die USA und Grossbritannien haben dem neuen Syrien-Sondergesandten Lakhdar Brahimi ihre Unterstützung zugesichert. Auch die Schweiz begrüsste am Freitag die Ernennung des Algeriers zum Nachfolger von Kofi Annan.

8 Meldungen im Zusammenhang
Die USA sind «bereit», den neuen Vermittler von UNO und Arabischer Liga «zu unterstützen», um auf die «legitimen Bestrebungen des syrischen Volkes» zu reagieren, wie das Aussenministerium am Freitag erklärte. «Ihr seid nicht allein», sagte Aussenministerin Hillary Clinton an die Adresse der Syrer.

Die internationale Gemeinschaft stehe hinter einer von den Syrern ausgehenden politischen Wende hin zu einem pluralistischen System, das den Willen des Volkes repräsentiere, betonte Clinton.

Auch das britische Aussenministerium kündigte seine «volle Unterstützung» für Brahimi an. Aussen-Staatssekretär Alistair Burt würdigte Brahimis «umfassende Erfahrungen». Er hoffe, dass die internationale Gemeinschaft ebenfalls die Bemühungen Brahimis unterstützen werde, mit allen Seiten gemeinsam ein Ende des Blutvergiessens in Syrien zu erreichen.

Von der Schweiz begrüsst

Die Schweiz begrüsste die Ernennung von Brahimi, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitagabend mitteilte. Das EDA bekräftigte «die Unterstützung der Schweiz für die Fortführung der diplomatischen Bemühungen durch den neuen Vertreter der UNO und der arabischen Liga für Syrien».

Friedliche Verhandlungen seien aus Schweizer Sicht der einzige Weg zu einer nachhaltigen Lösung des Konflikts in Syrien, hielt das EDA fest. Der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan hatte seinen Rücktritt mit einer Blockade der ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates im Syrien-Konflikt begründet.

Brahimi selber hofft auf die Kooperation der Syrer und auf die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, wie er nach seiner Ernennung im Sender BBC sagte. «Ich könnte auch scheitern, aber manchmal haben wir Glück, und wir schaffen einen Durchbruch.»

Hoffen auf Diplomatie

Die Debatte über eine militärische Intervention in Syrien gefährdet in Brahimis Augen eine diplomatische Beilegung des Konflikts. Er hoffe, dass ein militärisches Eingreifen des Auslandes nicht nötig werde, sagte er der Nachrichtenagentur AP am Telefon.

Dem arabischen Sender Al-Dschasira sagte der Algerier, er sei überzeugt, dass Diplomatie immer noch eine echte Rolle bei der Lösung des Syrien-Konflikts spielen könne.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Säbelrasseln im Wahlkampf: US-Präsident Barack Obama droht unverhohlen mit Militärschlag.
Beirut - Nach offenen US-Drohungen haben Syrien und seine Verbündeten den Westen eindringlich vor einem Militäreinsatz gewarnt. Der russische Aussenminister Sergej Lawrow lehnte am ... mehr lesen
Damaskus - Ein neuer Zwischenfall ... mehr lesen
Unaufhörliche Kämpfe in Syrien. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Beirut - Die syrische Luftwaffe hat nach Angaben von Aktivisten am Samstag erneut einen Angriff auf die Rebellenhochburg Asas im Norden des Landes geflogen. Dies teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mit. mehr lesen 
Lakhdar Brahimi (Bild) beerbt Kofi Annan als Syrien-Sondervermittler.
Damaskus/New York - Der frühere ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 7°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Basel 9°C 15°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 6°C 14°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Bern 8°C 14°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Luzern 9°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Genf 8°C 12°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Lugano 9°C 15°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten